APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Schelling, Mitterlehner und Pühringer aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 03.04. bis 09.04.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Das Bundesland Kärnten, dessen Finanzen nach dem von Schelling verhängten Zahlungsstopp an Hypo-Gläubiger äußerst angespannt sind, wurde von der Ratingagentur Moody´s vergangene Woche in seiner Bonität herabgestuft. Laut Finanzlandesrätin Gabriele Schaunig (SPÖ) sei "eine Refinanzierung des Landeshaushaltes auf dem freien Kapitalmarkt derzeit nicht möglich." Kärnten ist somit mitten in einem Liquiditätsengpass angelangt, alle sogenannten "Ermessensausgaben" wurden gestoppt. Dazu zählen etwa Investitionen in Landesstraßen und Wohnbau. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) wandte sich daraufhin telefonisch an den Finanzminister und forderte eine fixe Kreditzusage durch die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA). Mitte dieser Woche bestätigte Schelling, dass man nun in der Endphase verhandle. Er kritisierte jedoch die Vorgangsweise der Kärntner Verantwortlichen: Diese müssen begreifen, dass sie nicht die Konditionen diktieren könnten, so Schelling.
Kritisch äußerte sich der Finanzminister auch zum Treffen des griechischen Premiers Alexis Tsipras mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ein Umgehen der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland durch Griechenland wäre ein "Riesenproblem", so Schelling, der vor einer Annäherung dringend warnte.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich der grüne Finanzsprecher Werner Kogler auf Platz 5. Kogler beschäftigt sich derzeit als grüner Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss mit den Hintergründen der Milliardenverluste der Hypo Alpe Adria und deren politischen Verantwortlichen. Kogler kritisierte zum Auftakt des U-Ausschusses gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien das Vorgehen von SPÖ und ÖVP. Diese wären vor allem bei Aktenlieferungen nicht kooperativ und würden erst zum letztmöglichen Zeitpunkt die Unterlagen vorlegen, so die Vertreter der Opposition. "Das ist natürlich ein Beitrag zur Verzögerung", sagte Kogler, der auch "den riesigen Wust an Datenmaterial" negativ hervorhob. Generell beschrieb Kogler die Anstrengungen der Regierungsparteien im U-Ausschuss mit den Worten "oberflächlicher, kürzer, verschleppender und nicht transparent." Für "absurd" hält er auch den Wunsch der Koalitionspartner, die Namen der Zeugen im U-Ausschuss nicht öffentlich zu machen. Auch mehr Sitzungstage wünscht sich der Hypo-Kenner der Grünen.

Rückfragen & Kontakt:

APA DeFacto GmbH
+43 1 36060 - 5123
analyse@defacto.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0001