Walser: Sparen bei sündteurer Verwaltung statt Mehrarbeit für Lehrkräfte

Heinisch-Hosek darf sich von Schelling nicht erpressen lassen

Wien (OTS) - "Bildungsministerin Heinisch-Hosek hat sich von Finanzminister Schelling erpressen lassen. Zum Handkuss kommen LehrerInnen und SchülerInnen", äußert sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, enttäuscht über das mangelnde Durchsetzungsvermögen der Bildungsministerin gegenüber dem Finanzminister. Statt entschiedener Schritte in Richtung Schul- und Bildungsreform zu setzen, sollen nun die Lehrkräfte das völlig aus dem Ruder gelaufenen Unterrichtsbudgets mit zwei Stunden Gratis-Mehrarbeit retten: "Wir warnen seit über einem Jahr mit sehr präzisen Zahlen zur budgetären Unterdotierung. Gegenmaßnahmen oder gar Strukturreformen? Fehlanzeige! Nun sollen die Lehrerinnen und Lehrer die Zeche bezahlen."

Walser sieht Alternativen: "Wir haben große Einsparungsmöglichkeiten, leisten wir uns in Österreich doch eine sündteure Schulverwaltung, das Nebeneinander von drei Schultypen und ein ineffizientes Inspektionssystem - keines dieser Probleme wurde auch nur annähernd angegangen. Das ist fahrlässig." Gleichzeitig warnt der Grüne Bildungssprecher vor weiteren Ho-Ruck-Aktionen, um aus der Finanzmisere zu entkommen: "Was kommt nächstes Jahr, wenn zu den jährlichen strukturellen Steigerungen noch die heuer gestundeten Mietzahlungen an die BIG fällig werden?"

Es brauche entschiedene Schritte zu einer Gesamtreform des Bildungswesens in Österreich. Walser: "Da ist auch die ÖVP gefordert, die endlich ihre Blockadehaltung aufgeben muss. Die Vorschläge für eine einheitliche Schulverwaltung liegen auf dem Tisch, die Vorteile einer Gemeinsamen Schule sind nicht von der Hand zu weisen, nur die Umsetzung muss nun endlich in Angriff genommen werden. Mit den Grünen wird es kein Kaputtsparprogramm im Bildungsbereich geben."

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