- 09.04.2015, 14:32:09
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Erzdiözese Wien: Mit 1. Adventsonntag gibt es neue Pfarrverbände
Bischofsvikar für das Weinviertel, Turnovszky, in Hirtenwort: Ziel ist lebendiges "kirchliches Leben in deutlich größeren Räumen und zugleich Beheimatung"
Wien, 9.4.2015 (KAP) In der Erzdiözese Wien werden die künftigen Strukturen
für eine "missionarische und christusverbundene Kirche" immer konkreter: Wie
der für das Weinviertel, den nördlichen Teil der Erzdiözese, zuständige
Bischofsvikar Stephan Turnovszky in einem "Hirtenwort zur Osterzeit"
mitteilte, werde angestrebt, lebendiges "kirchliches Leben in deutlich
größeren Räumen" zu fördern, das "zugleich Beheimatung" ermögliche. "Die
geographischen Grenzen der neuen Einheiten werden mit 1. Adventsonntag 2015
von unserem Erzbischof festgelegt werden", kündigte der Wiener Weihbischof an.
Die so einander zugeordneten Pfarren würden dann einen "Entwicklungsraum"
bilden, erklärte Turnovszky. Ab dann erfolge die Weichenstellung in Richtung
"Pfarrverband Neu" oder "Pfarre Neu". In beiden würden drei bis fünf Priester
wirken, "von denen ein und derselbe der Pfarrer im ganzen Raum ist". Ein
"Pfarrverband Neu" bestehe aus einzelnen Pfarren, eine "Pfarre Neu" hingegen
sei eine einzige neu errichtete Pfarre.
An die Adressaten seines Hirtenwortes wandte sich Turnovszky mit dem Appell:
"Christus braucht Sie in ihrer Pfarre zur Weitergabe der Frohen Botschaft an
die junge Generation". Gebraucht werde auch Mithilfe bei der
Gottesdienstgestaltung, bei der Fürsorge für Bedürftige oder der Gestaltung
der Pfarre als "Lernort des Glaubens". Für diese "in die Breite" gehende
Kirche brauche es auch ein geistliches Fundament - eine "Jüngerschaft", die
die Kirche "in die Tiefe" führt, betonte der Weihbischof.
Reform mit Sparstift statt Schuldenmachen
Von der Zusammenfassung der 656 Pfarren in der Erzdiözese Wien (zu der auch
das Weinviertel, das Marchfeld und das Industrieviertel gehören) in die
geplanten größeren Entwicklungsräume berichtete auch der "Kurier" am
Ostersonntag. Anders als der Staat halte die Kirche nicht Strukturen auf Pump
aufrecht, sondern reagiere mit Einsparungen und Abschlankung vor allem dort,
wo die Zahl der Katholiken sinkt, geht aus dem ausführlichen Artikel hervor.
Die Kirchenleitung habe sich dafür zwei Management-Beratungsunternehmen als
professionelle Unterstützer geholt, Ergebnis sei u.a. ein
Kostensenkungsprogramm für die mehr als 30 Abteilungen der Erzdiözese über die
nächsten zehn Jahre gewesen. Den Anstoß zum Sparen habe eine Studie gegeben,
die die absehbar ungünstige Entwicklung von Katholikenzahl und Kirchenbeitrag
aufzeigte und eine Reaktion erforderte.
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(forts. mgl.) rme/pwu/fam
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