• 09.04.2015, 14:14:06
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Industrie 4.0: Nicht nur Akademiker werden gebraucht

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6504
v.l.n.r.: Hermann Studnitzka (Leitung Didactic Concepts Festo
Österreich), Günter Haunlieb (Gallup Institut – Studienleiter
Trendbarometer Industriebetriebe 2015) und Rainer Ostermann (Country
Manager Festo Österreich).

Wien (OTS) - Der Mitarbeiterqualifikation kommt in Industriebetrieben
hohe Bedeutung zu. Laut Trendbarometer Industriebetriebe 2015 von
Festo und dem Institut Gallup sehen die befragten Führungskräfte
Mitarbeiterqualifikation zu 55 % als Wachstumstreiber und zu 44 % als
Produktionskostensenker. Insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0
wird Aus- und Weiterbildung ein erfolgsentscheidender Faktor sein.
Festo Didactic unterstützt deshalb durch Informationsarbeit und mit
zukunftsorientierten Lernsystemen wie Tec2Screen und der MPS Transfer
Factory.

Bereits heute zeichnet sich ab, dass Aus- und Weiterbildung zum
integrativen Bestandteil der Fertigung der Zukunft wird. Auch wenn
eine immer intelligentere Mensch/Maschine-Interaktion zunehmend
Entscheidungen abnimmt, werden Mitarbeiter mit flexiblem Know-how
unerlässlich sein. Dabei werden Universalisten - ausgestattet mit
technologieübergreifendem Basiswissen - die Zusammenhänge gut
erkennen und verstehen, die Nase vorne haben. Das müssen jedoch nicht
unbedingt Akademiker sein. "Nicht nur hoch spezialisierte Akademiker
werden gebraucht - Werker an der Maschine, Konstrukteure oder
Instandhalter sind ebenso wichtig. Sie alle werden - wenn auch
teilweise mit neuen oder erweiterten Aufgaben - ein Teil von
Industrie 4.0 sein", betont Hermann Studnitzka, Leiter Didactic
Concepts Festo Österreich.

Connected Learning für mehr praktisches Können

Die reale und die virtuelle Welt wachsen auch in der Fertigung immer
weiter zusammen. Das beeinflusst die Aus- und Weiterbildung für
diesen Bereich. Smartphones und Tablets haben Einzug in den
Lernalltag gehalten. Der nächste Schritt heißt "Connected Learning".
Dabei werden Smartphones und Tablets durch extern angebrachte
Komponenten (sogenannten Connects) zur universellen Übungshardware,
auf der man das Gelernte via Bildschirm gleich praktisch umsetzen und
ausprobieren kann - ohne Gefahren für Mensch oder Maschine wenn
Fehler gemacht werden. Neben virtuellen Simulationen geht es dabei
auch um das Üben mit praxisnahen Übungsstationen, ausgestattet mit
solchen Industriekomponenten, wie man sie später in der Fertigung
vorfindet. Studnitzka: "Praxis ist entscheidend in der technischen
Aus- und Weiterbildung, denn erst die praktische Umsetzung macht aus
theoretischem Wissen echtes handwerkliches Können, das im beruflichen
Alltag umgesetzt werden kann. Neben flexiblem Know-how braucht es
auch in Zukunft ganz viel Do-how."

Festo Lernlösungen: Tec2Screen und MPS Transfer Factory

Festo bietet hierfür zwei neue, zukunftsorientierte Lernlösungen:
Tec2Screen und die MPS Transfer Factory. Tec2Screen besteht aus einem
iPad (Apple), der Basiseinheit "Base", den Verbindungsmodulen
"Connects" und den multimedialen Kursen, die über die Anwendung
Tec2Screen zugänglich werden. Die auf dem Bildschirm dargestellten
interaktiven Lerninhalte und Steuerungsbefehle werden über eine
Linienführung und Funktionskabel direkt auf die angesteckten
Lerngeräte übertragen. Die Lernenden können so nachverfolgen, was
Steuerbefehle in einer Anlage bewirken und wie die unterschiedlichen
Komponenten miteinander verbunden sind. Tec2Screen visualisiert die
Prozesse und macht Wissen aus allen Bereichen der Mechatronik
erlebbar.
Als weitere zukunftsweisende Lernlösung bietet Festo Didactic die MPS
Transfer Factory, eine Lernfabrik, die bereits heute viele Aspekte
von Industrie 4.0 abbildet. Sie veranschaulicht "Integrierte
Automation" und fördert das Verständnis von hochgradiger Vernetzung
und prozessübergreifendem Denken.

Industrie 4.0 - eine Herausforderung für die Aus- und
Weiterbildung

Wie bereitet man seine Mitarbeiter am besten vor? Viele Aus- und
Weiterbildungs-verantwortliche stehen vor einem Dilemma, denn auch
wenn man eine zunehmend klare Vision davon hat, was die Ziele von
Industrie 4.0 sind, ist der Weg dorthin heute in vielerlei Hinsicht
noch offen, zumal die erforderlichen Technologien oft gerade erst
entwickelt werden. Für wesentlich hält Hermann Studnitzka in Hinblick
auf Industrie 4.0 den Einsatz von strategischem Kompetenzmanagement:
"Es gilt Soll-Kompetenzprofile für alle wesentlichen Arbeitsaufgaben
zu erstellen, die beschreiben, welche Kompetenzen benötigt werden, um
den aktuellen und zu erwartenden Arbeitsanforderungen gerecht zu
werden. Ein regelmäßiger Soll-/Ist-Vergleich hilft dann bei der
Eruierung des Aus- und Weiterbildungsbedarfs bzw. der Entwicklung von
Maßnahmen, die geeignet sind, sich rasch auf die laufend verändernden
Gegebenheiten der Industrie 4.0 einzustellen", so Studnitzka.

Triale Ausbildung - besonders für KMUs wichtig

Industrie 4.0 wird für einen zunehmenden und vor allem veränderlichen
Aus- und Weiterbildungsbedarf sorgen. Will man am Stand der Technik
bleiben, erfordert das immer wieder neue Lerninhalte und auch eine
neue Lernhardware. Die triale Ausbildung bei der neben Schule und
Unternehmen (duale Ausbildung) ein dritter Bildungspartner ins Spiel
kommt, der überbetriebliches Fach- und Spezialwissen vermittelt, wird
daher künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Studnitzka ist überzeugt:
"KMUs bilden das Rückgrat der österreichischen Industrie. Viele
dieser KMUs können aber nicht laufend in aktuelles Übungsequipment
investieren. Gerade für sie ist die triale Ausbildung ein Weg, um
ihren Mitarbeitern eine professionelle "state of the art"-Ausbildung
zu bieten."

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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