Erhöhung der Grunderwerbsteuer wird Hindernis bei Betriebsübergaben

Ausnahmen wie für die Landwirtschaft müssen für alle innerfamiliären Betriebsübergaben gelten

St. Pölten (OTS) - "Diese Bauern-Privilegien sind politisch ein Witz und spiegeln die Machtverhältnisse im Land wider, nicht aber die Wirtschaftsstruktur. Zwazl & Co feiern scheinbar noch die WK-Wahl!" mit diesen Worten kommentiert der Unternehmer und NÖ-LAbg. Walter Naderer die Pläne des Finanzministers, im Zuge der Steuerreform die Bauern bei Erhöhung der Grunderwerbssteuern auszunehmen.

"Es ist richtig, bei der betrieblichen Bewertung von Liegenschaften deren Ertragswert als Bemessungsgrundlage heranzuziehen. Dieser Wert gilt aber nicht nur für agrarisch bewirtschaftete Flächen, sondern genauso in allen anderen Wirtschaftsbereichen, vor allem in den KMU-Strukturen. Die meisten Bauern sind Verpächter, also Immobilienverwalter, wozu braucht es da Ausnahmen? Der Ertragswert aus Verpachtung ist mehr als doppelt so hoch wie der Ertragswert aus der Bearbeitung!" erklärt der praxisorientierte Mandatar.

Benachteiligt sind insbesondere Gewerbeimmobilien in Gebieten, die sowohl für gewerbliche als auch für Wohnzwecke genutzt werden. Dort ist der Verkehrswert der Betriebsobjekte weit höher als deren Ertragswert. Das muss bei innerfamiliären Übergaben berücksichtigt werden. Bei diesen Betriebsübergaben stehen tausende Arbeitslätze auf dem Spiel.

In den nächsten Jahren stehen in Österreich tausende Betriebsübergaben an. Bei diesen Übergaben müsste außer dem Firmenwert auch der Ertragswert der Immobilien beachtet werden. Jetzt auch noch bei der Immobilienbesteuerung eine Schlinge um den Hals zu bekommen, ist wirtschafts- und standortfeindlich.

"Wo sind die Vertreter der Wirtschaft, die sich immer zukunftsorientiert präsentieren, aber scheinbar noch immer die Ergebnisse der WK-Wahl feiern? Sie sollten beim Finanzminister dieses neue Problem darstellen." wettert Naderer in Richtung WK- Präsidentin Zwazl.

"Wenn die Frau Präsidentin, die sich zur Zeit sehr gerne als Vertreterin der "Leit(l)betriebe" zeigt, nicht versteht, wovon hier die Rede ist, bin ich gerne bereit, ihr das Problem im Rahmen eines Spazierganges durch jede NÖ-Kleinstadt anhand von tausenden Beispielen zu erklären" lädt Naderer die Präsidentin ein.

"Die Bauernbetriebe sind nicht zu retten, die tausenden systemerhaltenden Gewerbe, Handels- und Dienstleistungsbetreibe schon! Frau Zwazl soll sich von den Buffets erheben und für die einsetzen, von denen sie gewählt wurde! Die Erfrischungsgetränke im Rahmen des langen Spazierganges übernehme ich" schließt Naderer.

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Landtagsabgeordneter Walter Naderer
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