- 09.04.2015, 10:05:44
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StR Ludwig: Versprochen & gehalten – das starke Paket für Wiens Gemeindebauten
Aktuelle Bilanz zum umfassenden Maßnahmenpaket in den Bereichen Hausordnung und Zusammenleben
Utl.: Aktuelle Bilanz zum umfassenden Maßnahmenpaket in den
Bereichen Hausordnung und Zusammenleben =
Wien (OTS) - 2008 gaben die GemeindemieterInnen im Zuge der bis
dahin größten MieterInnen-Umfrage in der Geschichte Österreichs ein
deutliches Votum für die Einhaltung der Hausordnung ab. Auf Basis der
Ergebnisse der Umfrage schnürte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig ein
umfassendes Maßnahmenpaket.
"Die Anliegen der Gemeindemieterinnen und -mieter, allen voran der
mehrheitlich geäußerte Wunsch nach einer verstärkten Kontrolle der
Einhaltung der Hausordnung, waren für mich ein klarer
Handlungsauftrag, der umgehend im Sinne der Bewohnerinnen und
Bewohner umgesetzt wurde", betonte Ludwig, der heute, Mittwoch, eine
Bilanz aller Maßnahmen präsentierte.
Rund 45.000 GemeindemieterInnen nahmen im Herbst 2008 die
Gelegenheit wahr, ihre Meinung zu ihrer persönlichen Wohnsituation,
ihre Wünsche, aber auch Kritik zu äußern. Die Ergebnisse der
Befragung - mehr als 85 Prozent der Mieterinnen und Mieter stellten
ihrer persönlichen Wohnqualität ein ausgezeichnetes Zeugnis aus -
waren durchwegs positiv und unterstrichen die Vorteile des Wiener
Gemeindebaus für seine BewohnerInnen.
"Selbstverständlich haben wir auch die von den Mieterinnen und
Mietern geäußerten Kritikpunkte sehr ernst genommen. Jede zweite
Mieterin, jeder zweite Mieter bemängelte, dass sich nicht jede, jeder
in der Hausgemeinschaft an die Spielregeln der Hausordnung hält. Die
Ergebnisse der Befragung bildeten daher die Grundlage für ein
umfassendes Maßnahmenpaket, das in den nachfolgenden Monaten zügig
und Schritt für Schritt umgesetzt wurde", erklärte Ludwig.
Ziel der Maßnahmen war und ist es, die Einhaltung der Hausordnung
im Sinne der Hausgemeinschaft konsequent verstärkt einzufordern. Dies
weitestgehend auf gütlichem Weg, aber dort - wo nötig - auch mit
Konsequenzen für jene einzelnen Mieterinnen und Mieter, die sich mit
ihrem Verhalten wiederholt gegen die Gemeinschaft richten. Ein gutes
Zusammenleben setzt auch voraus, dass sich alle Bewohnerinnen und
Bewohner an die Spielregeln halten. Ich sehe nicht ein, dass einige
wenige die Wohnqualität ganzer Hausgemeinschaften beinträchtigen und
mitunter sogar auf dem Rücken der anderen Mieterinnen und Mieter
finanziellen Schaden anrichten", hielt er fest.
"Dass sich das Maßnahmenpaket für die Wiener Gemeindebauten
bewährt hat, zeigen nicht zuletzt die Ergebnisse", betonte der Wiener
Wohnbaustadtrat, der im Folgenden eine aktuelle Bilanz präsentierte.
OrdnungsberaterInnen: Anzahl an groben Verstößen deutlich
rückläufig
Seit 2009 sind die OrdnungsberaterInnen in den Wiener
Gemeindebauten im Einsatz, um die Einhaltung der Hausordnung und des
Wiener Reinhaltegesetzes zu kontrollieren. Das konsequente
Einschreiten, wenn die Hausordnung einmal übertreten wird, zeigt
deutlich Wirkung.
- 2014 führten die OrdnungsberaterInnen mehr als 20.000 Kontrollen in
den Gemeindebauten durch. Erfreuliches Ergebnis: Die Anzahl von
groben Verstößen ist weiterhin deutlich rückläufig
- In Summe mussten 2014 "nur" 2 Anzeigen erstattet und 46
Organstrafmandate ausgestellt werden. Gründe dafür waren etwa auf
Spielplätzen weggeworfene Zigaretten, nicht entfernter Hundekot,
stehen gelassene Einkaufswagen oder nicht ordnungsgemäß gelagerte
Mistsäcke am Müllplatz
- Grundsätzlich lässt sich eine erhöhte Sensibilität der
BewohnerInnen bei der Einhaltung der Hausordnung, aber auch im
Bewusstsein gegenüber Themen wie Sperrmüllablagerung, verzeichnen. So
ist etwa im Jahr 2014 gegenüber 2010 die Anzahl unerlaubt
abgestellter Fahrzeuge um beinahe 50% gesunken, von
Sperrmüllablagerungen um mehr als 50%, Meldungen über nicht
entsorgten Hundekot sind sogar auf 1/5 des ursprünglichen Werts
zurückgegangen.
Auch in Fällen, in denen die/der VerursacherIn nicht persönlich
angetroffen wird, diese/r aber aufgrund der gefundenen Gegenstände
ermittelt werden kann, wird Anzeige erstattet. So geschehen z.B. im
20. Bezirk, wo der Verursacher ermittelt werden konnte. Nach einer
Anzeige musste der betreffende Bewohner eine Strafe von 200 Euro
bezahlen.
Darüber hinaus haben die OrdnungsberaterInnen bei ihren
Kontrollgängen im vergangenen Jahr rund 3.000 Mal MieterInnen an die
Leinenpflicht erinnert. Außerdem wurden 95 missbräuchlich in der
Wohnhausanlage geparkte PKW und 10.000 herrenlose Einkaufswagen im
Gemeindebau gemeldet.
HausbesorgerInnen & HausbetreuerInnen - die guten Seelen im
Gemeindebau
Sie sind im Wiener Gemeindebau nach wie vor die ersten
AnsprechpartnerInnen für die BewohnerInnen. Wie sehr den WienerInnen
"ihre" HausbesorgerInnen am Herzen liegen, zeigte auch das Ergebnis
der Wiener Volksbefragung im Jahr 2010, bei der sich 84 % der
Befragten für die Möglichkeit zur Wiedereinstellung von
HausbesorgerInnen aussprachen.
Um auch nach Abschaffung des Hausbesorgergesetzes im Jahr 2000
durch die damalige ÖVP/FPÖ-Bundesregierung diese zentralen
AnsprechpartnerInnen für die Zukunft sicherzustellen, wurde 2010 das
Modell des ‚Wiener Hausbetreuers‘ ins Leben gerufen. Seither werden -
wenn dies von der Hausgemeinschaft gewünscht wird - pensionierte
HausbesorgerInnen durch umfassend ausgebildete Wiener
HausbetreuerInnen ersetzt, die täglich zu fixen Kernzeiten im
Gemeindebau präsent sind.
- Derzeit stehen den BewohnerInnen über 1.500 HausbesorgerInnen und
227 HausbetreuerInnen zur Verfügung.
Mit dem Ausbau der Befugnisse der HausbesorgerInnen und
HausbetreuerInnen im Sommer 2013 hat Wiener Wohnen das
Dienstleistungsangebot für die GemeindebaubewohnerInnen deutlich
erweitert. Sie nehmen Gebrechensmeldungen entgegen, sorgen für deren
rasche Behebung und versorgen die MieterInnen vor Ort mit
Informationsmaterial und Formularen.
Zudem sind die HausbesorgerInnen und -betreuerInnen für die
MieterInnen werktags kontinuierlich über Mobiltelefone erreichbar,
deren Nummern in den jeweiligen Stiegenhäusern ausgehängt sind. Auch
bei den meisten Wohnungsbesichtigungen sind die HausbesorgerInnen
gleich mit dabei. Die neuen MieterInnen erhalten von den
HausbesorgerInnen und -betreuerInnen wichtige Informationen und
werden von Anfang an auf die Einhaltung der Hausordnung aufmerksam
gemacht.
Faire Regeln - auch in der Waschküche
Rund um die Benützung der Gemeinschaftseinrichtung Waschküche kam
es in der Vergangenheit - nicht zuletzt durch die Abschaffung des
Hausbesorgergesetzes und die damit verbundene, nicht mehr
flächendeckende Betreuung durch HausbesorgerInnen - immer wieder zu
Diskussionen und Interessenskonflikten. Durch die Einführung eines
gänzlich neuen Zutritts- und Benützungssystems gehören diese Probleme
mittlerweile der Vergangenheit an. 2009 wurde mit der
flächendeckenden Umstellung auf die "naTÜRlich sicher"- Waschküchen,
die mittlerweile so gut wie abgeschlossen ist, begonnen.
- 5.356 Waschküchen, dies entspricht 95% der Gesamtanzahl, wurden mit
dem "naTÜRlich sicher"-System ausgerüstet. Lediglich in sehr kleinen
Wohnhausanlagen, bei denen das System aufgrund der Überschaubarkeit
nicht erforderlich ist, wurde der Einbau nicht durchgeführt, wenn
dies von den MieterInnen gewünscht wurde.
Die Vorteile des modernen Waschküchensystems: Erhöhte Sicherheit,
da der Waschküchenzutritt nur für Berechtigte für den Zeitraum der
Reservierung ermöglicht wird. Die Buchung zusätzlicher Waschtage ist
einfach per Telefon oder Online-Service möglich. Die Abrechnung der
Energiekosten erfolgt je nach individuellem Verbrauch direkt mit den
MieterInnen.
Entsprechend hoch ist auch die Zustimmung der MieterInnen zum
naTÜRlich sicher System. Aber nicht nur das System selbst, sondern
auch das damit verbundene Service durch die Wiener Wohnen Haus- und
Außenbetreuung wird von den MieterInnen durchwegs positiv bewertet.
- So liegt die Zufriedenheit mit dem telefonischen Serviceangebot bei
96%, auch das Online-Service wird mit beachtlichen 89% durchwegs
positiv bewertet, wie eine im Sommer 2014 durchgeführte telefonische
Umfrage unter 400 BewohnerInnen ergab.
- Zunehmend genützt wird auch die Möglichkeit zur Online-Buchung der
Waschküchen. Ende Februar gab es bereits über 19.000 aktivierte
NutzerInnen, monatlich kommen bis zu 500 neue NutzerInnen hinzu. Rund
600 Transaktionen täglich werden mittlerweile über das attraktive
Online Service abgewickelt.
2015 wird zudem der Probebetrieb für ein neues SMS-Service
aufgenommen, das die NutzerInnen im Falle eines Waschgerätegebrechens
unmittelbar über das Handy informiert.
wohnpartner - Gemeinsam für eine gute Nachbarschaft
2010 wurde ein eigenes Nachbarschafts-Service für die
BewohnerInnen der Wiener Gemeindebauten ins Leben gerufen. Mehr als
150 wohnpartner-MitarbeiterInnen unterstützen auf vielfältige und
erfolgreiche Weise das gute Zusammenleben in den Wiener
Gemeindebauten - durch Initiativen und Projekte, aber auch durch
kostenlose Mediation, wenn es zwischen NachbarInnen zu Streitigkeiten
kommt.
Mit "wohnpartner unterwegs" ist wohnpartner in der warmen
Jahreszeit in den Abendstunden in den Gemeindebauten präsent, um vor
allem bei Lärmkonflikten zu vermitteln.
Heute ist wohnpartner aus den Wiener Gemeindebauten nicht mehr
wegzudenken. Die mehrfach preisgekrönte Arbeit von wohnpartner trägt
wesentlich zum guten Zusammenleben, zur funktionierenden
Nachbarschaft sowie dem Miteinander - und damit auch zur Sicherheit -
in den Wiener Gemeindebauten bei.
Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit sind mittlerweile rund 1.200
GemeindebewohnerInnen in wienweiten Initiativen wie auch innerhalb
kleinerer Aktivitäten im Grätzel für ihre Nachbarschaft aktiv.
Darüber hinaus bieten nun vier BewohnerInnen-Zentren Raum und viel
Gelegenheit für nachbarschaftliche Aktivitäten.
- 2014 stand wohnpartner mit insgesamt rund 132.380
GemeindebewohnerInnen in Kontakt - führte Gespräche und unterstützte
bei nachbarschaftlichen Anliegen
- Die "wohnpartner unterwegs"-MitarbeiterInnen besuchten rund 4.020
Wohnhausanlagen und führten mit 12.790 BewohnerInnen Gespräche
- 176 Mediationen wurden - nahezu alle mit positivem Ergebnis -
durchgeführt
Videoüberwachung für mehr Sicherheit
Die Wiener Gemeindebauten zeichnen sich generell durch ein hohes
Sicherheitsgefühl der BewohnerInnen aus. Seitens der Stadt Wien -
Wiener Wohnen werden fortlaufend Maßnahmen, die zum Ausbau der
Sicherheit beitragen, gesetzt. Neben baulichen Verbesserungen, wie
etwa der Nachrüstung mit Gegensprechanlagen oder dem Einbau von
Sicherheitstüren, werden auch zusätzliche Vorkehrungen zur Prävention
getroffen.
Für einzelne Wohnhausanlagen, in denen es vermehrt zu Vorfällen
wie Vandalismusakten kam, beantragte Wiener Wohnen bei der
Datenschutzkommission den Einsatz von Videoüberwachung, um auch auf
diese Weise verstärkt für Sicherheit zu sorgen. In Folge wurde
seitens der Datenschutzkommission die Videoüberwachung in 21
Wohnhausanlegen stattgegeben.
Seit 2008 wurden von Wiener Wohnen insgesamt 2.981
Überwachungskameras montiert. Die damit überwachten Bereiche sind die
Garagen, Keller, Müllräume und Aufzüge. Strafrechtlich relevante
Delikte können mittels Videoaufzeichnungen bis zu 72 Stunden
rückwirkend ausgewertet werden. Die Erfahrungen zeigen, dass durch
den Einsatz der Videoüberwachung eine deutliche präventive Wirkung
erzielt werden konnte. Der Rückgang bei Vandalismusschäden liegt bei
50 bis 70%.
- 2014 konnte in 15 Fällen das ausgewertete Bildmaterial an die
Polizei übermittelt werden - davon 12 Mal, um die Polizei bei der
Aufklärung von Privatschäden am Eigentum von MieterInnen zu
unterstützen.
- In 3 weiteren Fällen wurden auf Grundlage der Videoaufzeichnungen
von Wiener Wohnen Beschädigungen an der Wohnhausanlage bei der
Polizei zur Anzeige gebracht.
- 2014 gab es insgesamt 261 Meldungen. Zum Vergleich: 2012 waren es
440 Meldungen.
Kooperation mit der Wiener Polizei
Auch die Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei wurde zur Stärkung
einer sicheren Nachbarschaft im Gemeindebau intensiviert. So
besuchten im vergangenen Jahr ExpertInnen des kriminalpolizeilichen
Beratungsdienstes zahlreiche städtische Wohnhausanlagen, in denen die
BewohnerInnen über vorbeugende Maßnahmen sowie technische
Vorkehrungen zur Einbruchsprävention informiert wurden.
Die Tour des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes durch die
Wiener Gemeindebauten ist Teil einer breitangelegten Informations-
und Beratungsinitiative, die von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und
dem Wiener Landespolizeipräsident, Gerhard Pürstl, ins Leben gerufen
wurde. Die BewohnerInnen der Wiener Gemeindebauten werden auch
mittels Hausaushängen über Präventivmaßnahmen und Vorkehrungen zur
Vermeidung von Einbrüchen - insbesondere in Kellern - informiert.
Parallel dazu unterstützen auch die städtischen Serviceeinrichtungen
die Initiative durch grundlegende Informationen zu wesentlichen
"Verhaltensgeboten" im Interesse der eigenen Sicherheit - etwa bei
Antritt einer Urlaubsreise.
Jetzt neu: Hausordnung mit Piktogrammen in jedem Stiegenhaus
Wer in den Gemeindebau zieht, verpflichtet sich mit dem Abschluss
des Mietvertrags auch zur Einhaltung der Hausordnung. Schon bisher
befinden sich in der Willkommensmappe, die jeder Mieter / jede
Mieterin bei Vertragsunterzeichnung von Wiener Wohnen erhält, alle
Infos zu den gültigen Spielregeln für das Zusammenleben im
Gemeindebau.
Zusätzlich hat Wiener Wohnen nun eine übersichtliche und mit
Piktogrammen versehene Tafel erstellt, die alle BewohnerInnen, aber
auch die BesucherInnen im Gemeindebau übersichtlich auf die
wesentlichsten Aspekte der Hausordnung hinweisen soll. Die Tafeln
werden in den kommenden Wochen gut sichtbar in den insgesamt mehr als
17.000 Stiegenhäusern der Städtischen Wohnhausanlagen im
Eingangsbereich angebracht. (Schluss) da
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