• 09.04.2015, 08:15:11
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"Österreich-Bild am Sonntag": "Das geschenkte Leben - Organspenden in Niederösterreich"

Sendetermin: Sonntag, 12. April 2015 um 18.25 Uhr in ORF 2

Utl.: Sendetermin: Sonntag, 12. April 2015 um 18.25 Uhr in ORF 2 =

St. Pölten (OTS) -

Eintausend Schwerkranke warten in Österreich derzeit auf eine
Organspende, die ihr Leben retten bzw. die Lebensqualität nachhaltig
verbessern kann. Neben Lebend-Organspendern waren es im Jahr 2013
insgesamt 187 Verstorbene, denen nach umfassenden Untersuchungen
Herz, Leber, Lunge, Niere oder Bauchspeicheldrüse entnommen wurde -
jeder von ihnen hat so durchschnittlich drei Menschen entscheidend
geholfen.

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Manuela Matl, Kamera: Helmut
Muttenthaler und Andreas Kotzmann) zeigt die rechtliche Situation für
Organspenden. Vor allem aber steht auch die soziale und menschliche
Komponente im Blickpunkt, die psychische Belastung von Betroffenen,
Angehörigen und Betreuern:

Chronisch Kranke, bereits Transplantierte sowie Angehörige von
Organspendern aus Niederösterreich und anderen Bundesländern erzählen
über ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Aber auch Ärzte,
Krankenschwestern, Psychologinnen, Philosophen und Geistliche kommen
zu Wort.

In Österreich gilt - wie in der Mehrheit der anderen europäischen
Länder auch - die Widerspruchsregelung: Jeder, der sich nicht im so
genannten Widerspruchsregister anmeldet, kann nach seinem Ableben als
Organspender herangezogen werden. Allerdings passiert das in
Österreich nicht gegen den Wunsch der Angehörigen.

Voraussetzung ist jedenfalls zunächst die Diagnose des Hirntodes,
die von zwei unabhängigen Ärzten durchgeführt wird. Wird das Gehirn
nicht mehr durchblutet und besteht keine Sauerstoffversorgung mehr,
sterben die Gehirnzellen irreversibel ab; klinisch-neurologische
Untersuchungen, EEGs und Computertomografien sorgen für medizinische
Klarheit, ob eine Organspende möglich ist. Danach folgen - auch für
das medizinische Personal - oft sehr belastende Gespräche mit den
Angehörigen.

In derart aufwühlenden Situationen finden viele Ärzte, Angehörige
und Organempfänger Trost im Glauben, wie auch ein Dankgottesdienst in
Stift Seitenstetten im Mostviertel zeigt. Gerade Transplantierte
spüren vielfach eine tiefe Verbindung zum Spender - zu einer Person,
deren Identität sie allerdings nie kennenlernen werden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOA

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