AKV-Kukacka: Außenminister Kurz soll europäische Vorreiterrolle beim Thema Christenverfolgung übernehmen

Dieses Thema muss unablässig auf die europäische Agenda gesetzt werden

Wien (OTS) - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV) begrüßt nachdrücklich die mutige Thematisierung der Christenverfolgung durch Außenminister Sebastian Kurz bei seinem gestrigen Gespräch mit dem italienischen Außenminister, in dem er gefordert hat, dass die europäischen Länder dem Aufruf von Papst Franziskus zum Schutz verfolgter Christen folgen sollten.

Angesichts der bisher eher papierenen und halbherzigen Aufrufe der europäischen Politiker und der internationalen Gemeinschaft sei es höchst an der Zeit, endlich mit konkreten Initiativen und Maßnahmen auf die wahrscheinlich größte Christenverfolgung der Geschichte im Nahen Osten und in anderen islamischen Staaten zu reagieren, erklärte der AKV-Vorsitzende Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.

Er ersuche Außenminister Kurz in der Frage der Menschenrechtspolitik und beim Thema Christenverfolgung eine europäische Führungsrolle zu übernehmen und sich zu einem Vorreiter einer konkreten Menschenrechtspolitik der EU zu machen und dieses Thema unablässig auf die Agenda der europäischen Politik und der internationalen Staatengemeinschaft zu setzen. Kurz habe dankenswerter Weise schon jüngst in seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat ein entsprechendes wirkungsvolles Auftreten gegen Intoleranz und Christenverfolgung und für Religionsfreiheit gefordert.

Es sei eine Schande, wenn Christen - ob Katholiken, Orthodoxe, Protestanten, Kopten - in ihrer schweren Stunde weitgehend allein gelassen würden und kaum konkrete und spürbare Solidarität und Hilfe erhielten, obwohl gerade das christlich geprägte Europa den verfolgten Christen geistige, moralische und politische Stütze sein sollte, stellte Kukacka fest.

Es sei auch irritierend, dass bisher vom Vatikan kein klares Wort zur Frage gekommen ist, ob es moralisch erlaubt und politisch notwendig ist, dem Vordringen des islamischen Staates und ähnlicher extremistischer Gruppierungen auch militärisch entgegenzutreten.

Die AKV fordert von der internationalen Gemeinschaft endlich konkret zu handeln angesichts der massiven Christenverfolgungen innerhalb islamischer Länder, aber auch angesichts des Dramas unzähliger Flüchtlinge.

Europa hat den Einsatz für Religionsfreiheit überall auf der Welt lange Zeit vernachlässigt und dieses Thema verdrängt. "Zu Unrecht, geht es hier doch dabei um einen zentralen Bereich der Menschenwürde. Die Garantie seinen Glauben frei leben zu können ist eine Grundvoraussetzung für ein Leben in Freiheit und die Durchsetzung dieser Forderung muss zentrales Anliegen der österreichischen und europäischen Außenpolitik sein", schloss Kukacka.

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