- 08.04.2015, 13:21:01
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AKV-Kukacka: Außenminister Kurz soll europäische Vorreiterrolle beim Thema Christenverfolgung übernehmen
Dieses Thema muss unablässig auf die europäische Agenda gesetzt werden
Utl.: Dieses Thema muss unablässig auf die europäische Agenda
gesetzt werden =
Wien (OTS) - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände
Österreichs (AKV) begrüßt nachdrücklich die mutige Thematisierung der
Christenverfolgung durch Außenminister Sebastian Kurz bei seinem
gestrigen Gespräch mit dem italienischen Außenminister, in dem er
gefordert hat, dass die europäischen Länder dem Aufruf von Papst
Franziskus zum Schutz verfolgter Christen folgen sollten.
Angesichts der bisher eher papierenen und halbherzigen Aufrufe der
europäischen Politiker und der internationalen Gemeinschaft sei es
höchst an der Zeit, endlich mit konkreten Initiativen und Maßnahmen
auf die wahrscheinlich größte Christenverfolgung der Geschichte im
Nahen Osten und in anderen islamischen Staaten zu reagieren, erklärte
der AKV-Vorsitzende Staatssekretär a.D. Mag. Helmut Kukacka.
Er ersuche Außenminister Kurz in der Frage der Menschenrechtspolitik
und beim Thema Christenverfolgung eine europäische Führungsrolle zu
übernehmen und sich zu einem Vorreiter einer konkreten
Menschenrechtspolitik der EU zu machen und dieses Thema unablässig
auf die Agenda der europäischen Politik und der internationalen
Staatengemeinschaft zu setzen. Kurz habe dankenswerter Weise schon
jüngst in seiner Rede vor dem UN-Sicherheitsrat ein entsprechendes
wirkungsvolles Auftreten gegen Intoleranz und Christenverfolgung und
für Religionsfreiheit gefordert.
Es sei eine Schande, wenn Christen - ob Katholiken, Orthodoxe,
Protestanten, Kopten - in ihrer schweren Stunde weitgehend allein
gelassen würden und kaum konkrete und spürbare Solidarität und Hilfe
erhielten, obwohl gerade das christlich geprägte Europa den
verfolgten Christen geistige, moralische und politische Stütze sein
sollte, stellte Kukacka fest.
Es sei auch irritierend, dass bisher vom Vatikan kein klares Wort zur
Frage gekommen ist, ob es moralisch erlaubt und politisch notwendig
ist, dem Vordringen des islamischen Staates und ähnlicher
extremistischer Gruppierungen auch militärisch entgegenzutreten.
Die AKV fordert von der internationalen Gemeinschaft endlich konkret
zu handeln angesichts der massiven Christenverfolgungen innerhalb
islamischer Länder, aber auch angesichts des Dramas unzähliger
Flüchtlinge.
Europa hat den Einsatz für Religionsfreiheit überall auf der Welt
lange Zeit vernachlässigt und dieses Thema verdrängt. "Zu Unrecht,
geht es hier doch dabei um einen zentralen Bereich der Menschenwürde.
Die Garantie seinen Glauben frei leben zu können ist eine
Grundvoraussetzung für ein Leben in Freiheit und die Durchsetzung
dieser Forderung muss zentrales Anliegen der österreichischen und
europäischen Außenpolitik sein", schloss Kukacka.
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