WKÖ: Endlich volles Potential der Donauschifffahrt ausschöpfen

WIFO-Studie belegt: Positive Effekte müssen realisiert werden - ganzjährig verfügbare Abladetiefe von 25 dm gewährleisten

Wien (OTS) - "Die Binnenschifffahrt ist ein sicherer und energieeffizienter Verkehrsträger. Auch die positiven ökologischen Effekte eines verstärkten Einsatzes des Verkehrsträgers sind bekannt. Nun zeigt eine aktuelle WIFO-Studie, dass ein Transportzuwachs auf der Donau um 20% bis 2020 bis zu 8.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen kann", so Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Bedauerlicherweise nahm das Transportaufkommen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% bzw. 0,6 Mio. Tonnen ab. Die Anzahl der beladenen Fahrten erhöhte sich hingegen um 2,5%, was auf die geringere Auslastung je beladen gefahrenem Kilometer zurückzuführen ist.

"Dies zeigt umso deutlicher, dass endlich konkrete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Binnenschifffahrt als verlässlichen, wettbewerbsfähigen Verkehrsträger zu stärken. Konkret muss auf der gesamten Donaustrecke von Deutschland über Österreich bis ans Schwarze Meer eine ganzjährig verfügbare Abladetiefe von 25 dm bei Regulierungsniederwasser gewährleistet sein", fordert Klacska. "Eine weitere Reduktion der Schleusenrevisionszeiten und verstärktes präventives Wasserstraßenmanagement - vergleichbar mit der Schneeräumung auf der Autobahn - tragen zur Erhöhung der Verfügbarkeit des Verkehrsträgers bei", ergänzt Wolfram Mosser, Berufsgruppenobmann der Schifffahrt in der WKÖ.

Politischer Handlungsbedarf in allen Donauanrainerstaaten

Aus Sicht der WKÖ ist auf die verstärkte Integration der Schifffahrt sowie der Häfen in moderne Logistikketten, den Ausbau der Hinterlandverbindungen sowie der Aufbau verkehrsträgerübergreifende Informationssysteme zu achten. Flotteninvestitions- und Förderprogramme sollen zudem die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Schifffahrt unterstützen. "Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Planbarkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Multimodalität der Binnenschifffahrt sicherzustellen und die Donau zu einer wettbewerbsfähigen Alternative für die Wirtschaft zu machen. Wir sehen hier dringenden politischen Handlungsbedarf in allen Donauanrainerstaaten", so Klacska und Mosser unisono. (PWK245/PM)

Rückfragen & Kontakt:

Bundessparte Transport und Verkehr
Dr. Erik Wolf
Telefon: +43 5 90 900 3251
bstv@wko.at
Internet: http://wko.at/verkehr

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003