Sima/Wrabetz: Der Eurovision Song Contest in Wien ist öko!

Song Contest-Figuren und Herzerlstecken in den Blumenbeeten als Botschaft in die Welt

Wien (OTS) - Nur noch 41 Tage bis zum Event des Jahres in Wien: Die Stadt ist bestens vorbereitet auf die Großveranstaltung. Erstmals in seiner Geschichte wird der Eurovision Song Contest (ESC) als nachhaltiger, Ressourcen schonender Event organisiert. Die Stadt Wien leistet dazu einen wichtigen Beitrag: "Als Umweltmusterstadt ist es eine Selbstverständlichkeit, den gesamten Event umweltfreundlich auszurichten und mit hohen Ökostandards zu punkten", freut sich Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima auf die Veranstaltung. Sie präsentierte heute mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz konkrete Umwelt-Maßnahmen beim Song Contest. Zusammen enthüllten sie im Rathauspark auch die ersten Song Contest-Figuren. Diese werden Wiens Grünflächen und Blumenbeete bis zum Song Contest zieren.

Der Song Contest wird nach den ÖkoEvent-Kriterien der Stadt Wien und nach dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events zertifiziert und erfüllt damit strenge Umweltauflagen. Die Stadt Wien unterstützt den ORF dabei mit einer Reihe von Maßnahmen sowie im Rahmen des ÖkoBusinessPlans. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz:
"Für mich stand von Anfang an fest, dass wir den Eurovision Song Contest 2015 als Green Event durchführen wollen. Mit der Stadt Wien haben wir dafür einen sehr erfahrenen, kompetenten und starken Partner gewinnen können. Gemeinsam werden wir beim größten TV-Unterhaltungsevent der Welt ein nachhaltiges Zeichen setzen."

Florale Grüße aus der Umweltmusterstadt in die Welt Mit einem "Sonnengruß in Dottergelb" werden die Wiener Stadtgärten in über 1.500 Blumenbeeten mehr als eine Million Sommerblumen aufblühen lassen. Über 150 lebensgroße Song Contest-Figuren zieren zudem die Grünflächen der Stadt, sie eigenen sich perfekt als Fotomotiv für alle ESC-Fans. Zudem werden rund 10.000 "Herzelstecker" mit dem Slogan: "12 Points go to … Vienna Parks" als Souvenirs in den Parkanlagen ausgebracht. "Wir wollen auch im öffentlichen Raum Song Contest-Stimmung in unsere Stadt verbreiten", so Sima.

Coole Mehrwegbecher sparen Abfall - Wien als Vorreiter Wien setzt seit vielen Jahren auf Abfallvermeidung. Laut Wiener Abfallwirtschaftsgesetz müssen bei Veranstaltungen ab 1.000 Gästen die Getränke in Mehrwegbechern ausgegeben werden. Wien hat bereits 2011 strenge Regelungen getroffen, bei sämtlichen Events der Stadt kommen nur noch Mehrwegbecher zum Einsatz. Beim Song Contest wird sowohl in der Stadthalle als auch im Eurovision Village am Rathausplatz nur aus Mehrwegbechern getrunken. Die Stadt Wien wird dazu neben den vorhandenen Bechern auch 50.000 zusätzliche Mehrwegbecher im Song Contest-Design zur Verfügung stellen. Auf Getränkedosen wird zur Gänze verzichtet. Bei Kaffee- und Teeautomaten kommen keine Maschinen mit Alu-Kapselsystemen zum Einsatz. Generell wird bei Geschirr und Besteck bei der gesamten Veranstaltung nur auf waschbares Geschirr und Besteck gesetzt. Wo dies aus sicherheitspolizeichen Bestimmungen nicht möglich ist, wird Geschirr und Besteck aus nachhaltigen Rohstoffen eingesetzt.

Müllvermeidung und Recycling in Wien großgeschrieben Während der Veranstaltung werden sowohl vor der Stadthalle als auch im Eurovision Village am Rathausplatz entsprechende Einrichtungen zur getrennten Sammlung zur Verfügung stehen, um den Abfall zu trennen und bestmöglich zu verwerten.

Trinkwasserbrunnen in der ganzen Stadt: Quellfrisches Wasser aus den Bergen Versorgt werden die Gäste zudem auch mit quellfrischem Wasser aus den Bergen, für welches Wien weltberühmt - und das für die Wienerinnen und Wiener eine Selbstverständlichkeit - ist. Es wird zehn übergroße Trinkbrunnen sowohl vor der Wiener Stadthalle als auch im Eurovision Village geben. Die drei Meter hohen Türme haben sich schon bei der Fußball-EM 2008 bestens bewährt, sie sind auch mit einer Sprühdusche versehen und erfrischen die Gäste an hoffentlich warmen Maitagen. Ab Mai wird es auch eine Sonderedition der Wiener Wasserkaraffen im Song Contest-Design geben, sie sind so wie die bisherigen Modelle aus Recyclingglas.

Nachhaltiges, regionales Catering schmeckt Während der Veranstaltung werden am Rathausplatz im Eurovision Village die Gäste mit nachhaltigem Catering versorgt. Es werden Speisen angeboten, die überwiegend nach den Kriterien regional, saisonal, bio und fair trade produziert werden.

Nachhaltige Energie - sauberer Strom Bei der gesamten Veranstaltung in der Wiener Stadthalle wird ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen zum Einsatz kommen. Über Wien Energie wird sichergestellt, dass der Song Contest nur mit Strom aus Wasserkraft, Wind, Biomasse und Photovoltaik produziert wird. Zudem werden auch als Backup keine mit Diesel betriebenen Notstromaggregate im Dauereinsatz sein: Für die Versorgungssicherheit sorgt ein entsprechend großes Batteriepaket. Auch bei der Wärmeversorgung wird auf nachhaltige Energie gesetzt: Seit 2006 wird die Stadthalle zur Gänze mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt.

Vorrang für die Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien Die Tickets für alle Veranstaltungen des Song Contests sind gleichzeitig Fahrscheine für die Wiener Linien. Die Fahrten mit Shuttle-Bussen werden möglichst reduziert. Dafür wird auch die Straßenbahnlinie 9 zur Ottakringer Brauerei verstärkt geführt werden. Dort findet der EuroClub für akkreditierte JournalistInnen und Delegierte statt. Alle ESC-Veranstaltungen werden überdies barrierefrei zugänglich sein.

Unterkünfte mit Umweltzeichen Das empfohlene Hotelangebot für den Song Contest umfasst mehrere Hotels mit dem Umweltzeichen Tourismus, alle anderen wurden aufgefordert, sich mit den Kriterien des Umweltzeichens auseinander zu setzten. Als Kommunikationsmittel dient hier der Folder "Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2015" der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22, die federführend mit der Umsetzung des ÖkoEvents betraut ist.

Wien als Vorbild für nächste Austragungsorte Die vielen Umweltmaßnahmen im Rahmen des Song Contest und die Umweltleistungen der Stadt Wien sollen natürlich nachhaltig wirken und auch für die nächsten Austragungsorte des ESC vorbildlich sein. Daher wird es eine Zusammenstellung und Evaluierung aller Maßnahmen geben, die anderen Veranstaltern zur Verfügung gestellt wird.

Strenge Öko-Maßnahmen sind in Wien seit Jahren bereits Standard Wien hat sich in den letzten Jahren zu einer pulsierenden Eventstadt entwickelt. Tausende Feste und Events erfreuen sich einer immer stärkeren Beliebtheit. Vom kleinen Straßenfest, über Konferenzen bis hin zu Mega-Events wie dem Life Ball oder dem Donauinselfest: Überall wird auf umweltfreundliche Gestaltung geachtet. Es gibt strenge gesetzliche Bestimmungen für Veranstaltungen im Abfallwirtschaftsgesetz: So sind abhängig von der Gästezahl Abfallwirtschaftskonzepte, Abfallvermeidung, Einkauf in Großgebinden, Mehrwegverpackungen, getrennte Sammlung etc. vorgeschrieben. Bei sämtlichen Events auf Flächen der Stadt Wien sind unabhängig von der Gästezahl Getränke aus Mehrweggebinden (Fässern, Mehrwegflaschen) auszuschenken. Neben den gesetzlichen Vorschriften zur Müllvermeidung gibt es noch die Auszeichnung von Veranstaltungen als "ÖkoEvent". Diese beinhaltet noch darüberhinausgehende Umweltmaßnahmen. ÖkoEvent steht u.a. für den sorgsamen Umgang mit Wasser und Energie, die Verwendung von Produkten aus der Region und aus ökologischer Erzeugung, das Bevorzugen von Produkten aus fairem Handel und die umweltfreundliche Mobilität rund um die Veranstaltung.

Informationen dazu gibt es auf www.oekoevent.at/.

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Rückfragen & Kontakt:

Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Mobil: 0664 16 58 655b
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
www.umweltmusterstadt.wien.at

Roman Horacek
ORF, Head of Press ESC 2015
Tel.: 01 87878-15180
E-Mail: roman.horacek@orf.at
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