• 08.04.2015, 12:33:33
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Sima/Wrabetz: Der Eurovision Song Contest in Wien ist öko!

Song Contest-Figuren und Herzerlstecken in den Blumenbeeten als Botschaft in die Welt

Utl.: Song Contest-Figuren und Herzerlstecken in den Blumenbeeten
als Botschaft in die Welt =

Wien (OTS) - Nur noch 41 Tage bis zum Event des Jahres in Wien: Die
Stadt ist bestens vorbereitet auf die Großveranstaltung. Erstmals in
seiner Geschichte wird der Eurovision Song Contest (ESC) als
nachhaltiger, Ressourcen schonender Event organisiert. Die Stadt Wien
leistet dazu einen wichtigen Beitrag: "Als Umweltmusterstadt ist es
eine Selbstverständlichkeit, den gesamten Event umweltfreundlich
auszurichten und mit hohen Ökostandards zu punkten", freut sich Wiens
Umweltstadträtin Ulli Sima auf die Veranstaltung. Sie präsentierte
heute mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz konkrete
Umwelt-Maßnahmen beim Song Contest. Zusammen enthüllten sie im
Rathauspark auch die ersten Song Contest-Figuren. Diese werden Wiens
Grünflächen und Blumenbeete bis zum Song Contest zieren.

Der Song Contest wird nach den ÖkoEvent-Kriterien der Stadt Wien
und nach dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Events
zertifiziert und erfüllt damit strenge Umweltauflagen. Die Stadt Wien
unterstützt den ORF dabei mit einer Reihe von Maßnahmen sowie im
Rahmen des ÖkoBusinessPlans. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz:
"Für mich stand von Anfang an fest, dass wir den Eurovision Song
Contest 2015 als Green Event durchführen wollen. Mit der Stadt Wien
haben wir dafür einen sehr erfahrenen, kompetenten und starken
Partner gewinnen können. Gemeinsam werden wir beim größten
TV-Unterhaltungsevent der Welt ein nachhaltiges Zeichen setzen."

Florale Grüße aus der Umweltmusterstadt in die Welt
Mit einem "Sonnengruß in Dottergelb" werden die Wiener Stadtgärten
in über 1.500 Blumenbeeten mehr als eine Million Sommerblumen
aufblühen lassen. Über 150 lebensgroße Song Contest-Figuren zieren
zudem die Grünflächen der Stadt, sie eigenen sich perfekt als
Fotomotiv für alle ESC-Fans. Zudem werden rund 10.000 "Herzelstecker"
mit dem Slogan: "12 Points go to … Vienna Parks" als Souvenirs in den
Parkanlagen ausgebracht. "Wir wollen auch im öffentlichen Raum Song
Contest-Stimmung in unsere Stadt verbreiten", so Sima.

Coole Mehrwegbecher sparen Abfall - Wien als Vorreiter
Wien setzt seit vielen Jahren auf Abfallvermeidung. Laut Wiener
Abfallwirtschaftsgesetz müssen bei Veranstaltungen ab 1.000 Gästen
die Getränke in Mehrwegbechern ausgegeben werden. Wien hat bereits
2011 strenge Regelungen getroffen, bei sämtlichen Events der Stadt
kommen nur noch Mehrwegbecher zum Einsatz. Beim Song Contest wird
sowohl in der Stadthalle als auch im Eurovision Village am
Rathausplatz nur aus Mehrwegbechern getrunken. Die Stadt Wien wird
dazu neben den vorhandenen Bechern auch 50.000 zusätzliche
Mehrwegbecher im Song Contest-Design zur Verfügung stellen. Auf
Getränkedosen wird zur Gänze verzichtet. Bei Kaffee- und Teeautomaten
kommen keine Maschinen mit Alu-Kapselsystemen zum Einsatz. Generell
wird bei Geschirr und Besteck bei der gesamten Veranstaltung nur auf
waschbares Geschirr und Besteck gesetzt. Wo dies aus
sicherheitspolizeichen Bestimmungen nicht möglich ist, wird Geschirr
und Besteck aus nachhaltigen Rohstoffen eingesetzt.

Müllvermeidung und Recycling in Wien großgeschrieben
Während der Veranstaltung werden sowohl vor der Stadthalle als
auch im Eurovision Village am Rathausplatz entsprechende
Einrichtungen zur getrennten Sammlung zur Verfügung stehen, um den
Abfall zu trennen und bestmöglich zu verwerten.

Trinkwasserbrunnen in der ganzen Stadt: Quellfrisches Wasser
aus den Bergen
Versorgt werden die Gäste zudem auch mit quellfrischem Wasser aus
den Bergen, für welches Wien weltberühmt - und das für die
Wienerinnen und Wiener eine Selbstverständlichkeit - ist. Es wird
zehn übergroße Trinkbrunnen sowohl vor der Wiener Stadthalle als auch
im Eurovision Village geben. Die drei Meter hohen Türme haben sich
schon bei der Fußball-EM 2008 bestens bewährt, sie sind auch mit
einer Sprühdusche versehen und erfrischen die Gäste an hoffentlich
warmen Maitagen. Ab Mai wird es auch eine Sonderedition der Wiener
Wasserkaraffen im Song Contest-Design geben, sie sind so wie die
bisherigen Modelle aus Recyclingglas.

Nachhaltiges, regionales Catering schmeckt
Während der Veranstaltung werden am Rathausplatz im Eurovision
Village die Gäste mit nachhaltigem Catering versorgt. Es werden
Speisen angeboten, die überwiegend nach den Kriterien regional,
saisonal, bio und fair trade produziert werden.

Nachhaltige Energie - sauberer Strom
Bei der gesamten Veranstaltung in der Wiener Stadthalle wird
ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen zum Einsatz
kommen. Über Wien Energie wird sichergestellt, dass der Song Contest
nur mit Strom aus Wasserkraft, Wind, Biomasse und Photovoltaik
produziert wird. Zudem werden auch als Backup keine mit Diesel
betriebenen Notstromaggregate im Dauereinsatz sein: Für die
Versorgungssicherheit sorgt ein entsprechend großes Batteriepaket.
Auch bei der Wärmeversorgung wird auf nachhaltige Energie gesetzt:
Seit 2006 wird die Stadthalle zur Gänze mit umweltfreundlicher
Fernwärme versorgt.

Vorrang für die Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien
Die Tickets für alle Veranstaltungen des Song Contests sind
gleichzeitig Fahrscheine für die Wiener Linien. Die Fahrten mit
Shuttle-Bussen werden möglichst reduziert. Dafür wird auch die
Straßenbahnlinie 9 zur Ottakringer Brauerei verstärkt geführt werden.
Dort findet der EuroClub für akkreditierte JournalistInnen und
Delegierte statt. Alle ESC-Veranstaltungen werden überdies
barrierefrei zugänglich sein.

Unterkünfte mit Umweltzeichen
Das empfohlene Hotelangebot für den Song Contest umfasst mehrere
Hotels mit dem Umweltzeichen Tourismus, alle anderen wurden
aufgefordert, sich mit den Kriterien des Umweltzeichens auseinander
zu setzten. Als Kommunikationsmittel dient hier der Folder
"Umweltfreundliche Wiener Gastlichkeit 2015" der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22, die federführend mit der Umsetzung des
ÖkoEvents betraut ist.

Wien als Vorbild für nächste Austragungsorte
Die vielen Umweltmaßnahmen im Rahmen des Song Contest und die
Umweltleistungen der Stadt Wien sollen natürlich nachhaltig wirken
und auch für die nächsten Austragungsorte des ESC vorbildlich sein.
Daher wird es eine Zusammenstellung und Evaluierung aller Maßnahmen
geben, die anderen Veranstaltern zur Verfügung gestellt wird.

Strenge Öko-Maßnahmen sind in Wien seit Jahren bereits
Standard
Wien hat sich in den letzten Jahren zu einer pulsierenden
Eventstadt entwickelt. Tausende Feste und Events erfreuen sich einer
immer stärkeren Beliebtheit. Vom kleinen Straßenfest, über
Konferenzen bis hin zu Mega-Events wie dem Life Ball oder dem
Donauinselfest: Überall wird auf umweltfreundliche Gestaltung
geachtet. Es gibt strenge gesetzliche Bestimmungen für
Veranstaltungen im Abfallwirtschaftsgesetz: So sind abhängig von der
Gästezahl Abfallwirtschaftskonzepte, Abfallvermeidung, Einkauf in
Großgebinden, Mehrwegverpackungen, getrennte Sammlung etc.
vorgeschrieben. Bei sämtlichen Events auf Flächen der Stadt Wien sind
unabhängig von der Gästezahl Getränke aus Mehrweggebinden (Fässern,
Mehrwegflaschen) auszuschenken.
Neben den gesetzlichen Vorschriften zur Müllvermeidung gibt es
noch die Auszeichnung von Veranstaltungen als "ÖkoEvent". Diese
beinhaltet noch darüberhinausgehende Umweltmaßnahmen. ÖkoEvent steht
u.a. für den sorgsamen Umgang mit Wasser und Energie, die Verwendung
von Produkten aus der Region und aus ökologischer Erzeugung, das
Bevorzugen von Produkten aus fairem Handel und die umweltfreundliche
Mobilität rund um die Veranstaltung.

Informationen dazu gibt es auf www.oekoevent.at/.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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