- 08.04.2015, 11:04:54
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Bundesforste: Schadholz nach Sturmtief „Niklas“ weit geringer als angenommen
Nur regionale und kleinräumige Schäden – Jahresmenge bleibt stabil – Rasche Aufarbeitung
Utl.: Nur regionale und kleinräumige Schäden – Jahresmenge bleibt
stabil – Rasche Aufarbeitung =
Wien/Purkersdorf (OTS) - Der Orkan "Niklas" hat auch in Österreich
seine Spuren hinterlassen. Erste Erhebungen in den Wäldern der
Österreichischen Bundesforste (ÖBf) zeigen nun, dass die Auswirkungen
weit geringer sind als ursprünglich angenommen. "Die Dimension von
"Niklas" ist mit jener von "Kyrill" in keiner Weise vergleichbar",
zeigt sich Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der Österreichischen
Bundesforste (ÖBf), erleichtert. "Die Schadholzmengen sind deutlich
geringer als zunächst vermutet. Erste Erhebungen zeigen, dass
lediglich regionale und kleinräumige Schäden zu verzeichnen und die
Schadholzmengen gering sind. Wir gehen derzeit von rund 100.000 bis
150.000 Festmetern aus." Ausgehend vom bayrischen Raum hat das
Sturmtief "Niklas" letzte Woche vor allem in Salzburg und Tirol sowie
kleinräumig auch in Oberösterreich Schäden verursacht.
Jahresmenge bleibt stabil
Genauere Abschätzungen sind zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht
möglich, da einige Reviere aufgrund der Witterungslage und der großen
Neuschneemengen vor allem in alpinen Lagen derzeit nicht zugänglich
sind. "Auf die Gesamtjahresmenge hat das Sturmtief "Niklas" jedoch
keinen Einfluss", stellt Rudolf Freidhager fest. "Die Schadholzmengen
werden in der regulären Jahresproduktion untergebracht. Die
Jahresmenge bleibt stabil bei 1,5 Mio. Erntefestmetern."
Rasche Aufarbeitung
Mit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit beginnt auch der Flug
des wichtigsten Waldschädlings - des Borkenkäfers. "Eine rasche
Aufarbeitung ist das Gebot der Stunde", betont der Vorstandsprecher.
"Sobald die Reviere zugänglich sind und es die Witterung zulässt,
werden wir umgehend mit der Aufarbeitung beginnen", so Rudolf
Freidhager. "Befallene Stämme werden unverzüglich aus dem Wald
gebracht." Rund 10 Mio. Euro investieren die Österreichischen
Bundesforste jährlich in die Waldpflege, davon allein rund 2 Mio.
Euro in Borkenkäfer-Maßnahmen. Neben Borkenkäferfallen wie Prügel-
oder Schlitzfallen setzen die Bundesforste insbesondere nach
Windwürfen auf ein striktes Borkenkäfer-Monitoring, um ein Ausbreiten
des Borkenkäfers bestmöglich zu verhindern.
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