- 08.04.2015, 09:53:28
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Strompreisindex (ÖSPI) der Österreichischen Energieagentur gibt weiter nach
Der Strompreisindex erreicht im Mai 2015 66,5 Punkte (Basisjahr 2006 = 100). Der Index für Grundlast wurde mit 68,93, jener für Spitzenlast mit 61,32 Punkten errechnet.
Utl.: Der Strompreisindex erreicht im Mai 2015 66,5 Punkte
(Basisjahr 2006 = 100). Der Index für Grundlast wurde mit
68,93, jener für Spitzenlast mit 61,32 Punkten errechnet. =
Wien (OTS) - Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur
gab der ÖSPI im Mai weiter nach, jedoch nicht so auffallend wie zum
selben Zeitpunkt im Vorjahr. Gegenüber April 2015 wird ein Rückgang
von 0,4% und im Jahresvergleich von 8,3% erwartet. Zum Vergleich: Im
Mai 2014 ging der ÖSPI im Jahresvergleich noch um 18,7% zurück.
Die Grundlast sinkt gegenüber dem Vormonat um 0,4%, im
Jahresvergleich um 7,6%. Auch bei Spitzenlast erwartet man im
Monatsvergleich ein Nachlassen von 0,4% und im Vergleich zum
Vorjahresmonat ein Rückgang von 9,9%. Damit bleibt der ÖSPI weiterhin
auf dem tiefsten Stand seit August 2004.
Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der
Notierungen an der Energie-Börse EEX in Leipzig berechnet. Grundlage
des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden
vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu
erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den
Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen
Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung
herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für
Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und
dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens
verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 von
54,88 Euro pro Megawattstunde ist die Ausgangsbasis für den
Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab.
Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit mehr als
40 % auf die Energiekomponente und zu knapp 60 % auf Netzgebühren,
Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis
beeinflussen - wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der
Energieversorger - werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen
bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere
Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem
ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter
ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.
Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex von
Mai 2003 bis Mai 2015 steht auf www.energyagency.at zum Download
bereit. Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und
Spitzenlast, sind ebenfalls auf der Website der Österreichischen
Energieagentur angeführt.
Über den Österreichischen Strompreisindex - ÖSPI(C)
Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008
auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges
Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der
ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die
standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.
Haftungsausschluss
Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten ExpertInnen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.
Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy
Agency
Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum
für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend
wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der
Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im
Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz
sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische
Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme,
führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und
entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere
Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt
klimaaktiv - die Klimaschutzinitiative des BMLFUW - operativ um und
koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Bauen
& Sanieren, Energiesparen, Erneuerbare Energie und Mobilität. Weitere
Informationen für Mitglieder und Interessenten unter
www.energyagency.at
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