Her mit der ganzen Sozialversicherung!

VSStÖ fordert Sozialversicherung für alle Studierenden

Wien (OTS) - Laut Aussendung des Roten Kreuz vom 3. April 2015 sind etwa 100.000 Menschen in Österreich - einem der reichsten Staaten der Welt- nicht versichert. Besonders stark betroffen sind Migrant_innen, Arbeitslose und Studierende, denn die Kosten für Selbstversicherungen übersteigen die Möglichkeiten von Menschen ohne Einkommen oder mit Niedrigstlöhnen schnell.
"Ein Sozialstaat muss alle Menschen absichern, nicht nur diejenigen, die es sich leisten können. Es kann nicht sein, dass Menschen im Jahr 2015 in Österreich nicht versichert sind! In Anbetracht der hohen Summen, die zur Rettung von Banken ausgegeben werden, ist die fehlende Invenstition in die Gesundheit aller Menschen die in Österreich leben skandalös", stellt Lucia Grabetz, Spitzenkandidatin des Verband Sozialistischer Student_innen fest.

Im Fall von Student_innen hat die letzte Studierendensozialerhebung aufgezeigt, dass 12 Prozent der Studierenden während ihres Studiums mindestens einmal nicht versichert sind. 2 Prozent der Studierenden sind überhaupt nicht versichert.
"Das ist eine gefährliche Entwicklung, die mit der Gesundheit von Student_innen spielt. Daher fordert der VSStÖ eine einheitliche Sozialversicherung für alle Studierenden", so Grabetz weiter.

Besonders betroffen sind auch hier Studierende aus Drittstaaten. So müssen sie bereits vor dem Studienbeginn eine in Österreich geltende Versicherung haben. Weil Studierende aus Drittstaaten, die im Bachelorstudium bzw. im ersten Studienabschnitt von Diplomstudien sind, nur geringfügig arbeiten dürfen, müssen sie sich um viel Geld selbst versichern. "Wir fordern daher endlich einen Abbau aller bürokratischen Hürden für Drittstaatsstudierende und eine völlige Gleichstellung", schließt Grabetz.

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