Juraczka ad Brauner: 10.000 Arbeitsplätze in elf Jahren sind zu wenig

"Hobby Wien" für viele Unternehmer nicht mehr leistbar

Wien (OTS) - "Die heute präsentierten Ansiedelungszahlen sind für sich betrachtet erfreulich, sie zeigen aber leider nur eine Seite der Medaille. Während nicht zuletzt durch die intensive Arbeit der Austrian Business Agency internationale Unternehmen den Weg nach Wien finden, verlieren wir aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen Unternehmen und Arbeitsplätze an das Wiener Umland. Das Ergebnis ist keines zum Zurücklehnen, sondern zeigt massiven Handlungsbedarf", so der Landesparteiobmann der ÖVP Wien StR Manfred Juraczka in Reaktion auf die Bilanz von Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner zu den in Wien angesiedelten Unternehmen.

Laut Wirtschaftskammer Wien haben in den vergangenen fünf Jahren 60 (!) Wiener Betriebe Wien verlassen und sind nach Niederösterreich gesiedelt. Alleine im letzten Jahr waren es 17 Betriebe. Schmerzvoll für Wien ist zudem der Verlust von Produktionsbetrieben wie beispielsweise die Abwanderung des Lautsprecherproduzenten "Knowles", die im letzten Jahr 280 Arbeitsplätze gekostet hat.

Manfred Juraczka: "Hans Staud, ein Wiener Paradeunternehmer, bringt die Kritik am Standort Wien auf den Punkt: in Wien herrscht Parkraumnot, es gibt Probleme mit den Behörden und die Kosten sind im Vergleich zu Niederösterreich höher." Und Staud im Interview mit dem Wirtschaftsblatt: "Ich kann meinen Kunden nicht zumuten, dass sie mein "Hobby Wien" mitfinanzieren."

"Es ist wohl kein Zufall, dass sich unter den Top-5-Themen, die die Wienerinnen und Wiener laut einer aktuellen Market Umfrage bewegen, "Vereinfachung von Behördenwegen", "Einsparung bei der Verwaltung" sowie "Dämpfung der öffentlichen Tarife und Gebühren" befinden. Unternehmen benötigen ein wirtschaftsfreundliches Umfeld, faire Kostenrelationen und weniger Bürokratie. Davon ist Wien unter der Ägide von Rot-Grün leider Lichtjahre entfernt", so Juraczka abschließend.

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