Orthodoxe Christen in Österreich feiern am 12. April Ostern

Knapp 500.000 orthodoxe und altorientalische Gläubige feiern heuer eine Woche nach den Westkirchen - Nächster gemeinsamer Ostertermin 2017

Wien, 7.4.2015 (KAP) Eine Woche nach Katholiken und Protestanten feiern die rund eine halbe Million orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich am kommenden Wochenende das Osterfest. Der unterschiedliche Ostertermin geht auf verschiedene Berechnungsarten zurück. So bestimmen die Ostkirchen den Ostertermin nach dem alten Julianischen Kalender und nach einer anderen Methode als die Westkirchen, die die Gregorianische Kalenderreform des 16. Jahrhunderts vollzogen. Die Ostertermine können deshalb bis zu fünf Wochen auseinander fallen. Zu einem gemeinsamen Ostertermin wird es wieder 2017 kommen.

Die meisten orthodoxen Auferstehungsliturgien - etwa in der griechisch-orthodoxen Kathedrale am Wiener Fleischmarkt oder in der russisch-orthodoxen Kathedrale in der Jauresgasse - beginnen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 23.45 Uhr. Auch in Österreichs größtem orthodoxen Gotteshaus, der serbisch-orthodoxen Auferstehungskirche in Wien-Leopoldstadt (Engerthstraße 160), beginnt die Osterliturgie am Samstag um kurz vor Mitternacht. Bereits um 22.30 Uhr feiern die bulgarisch-orthodoxen Gläubigen in der Iwan Rilski-Kirche am Kühnplatz ihren Ostergottesdienst. In der rumänisch-orthodoxen Andreas-Kirche in der Simmeringer Hauptstraße 161 findet die Auferstehungsmesse am Sonntag um 10 Uhr statt. In der Wiener koptisch-orthodoxen Kathedrale (Quadenstraße 4) feiert Bischof Anba Gabriel ab 18.30 Uhr die mehr als vierstündige Auferstehungsliturgie.

Die Osterfeiern betreffen aber nicht nur die hier lange verwurzelten Gemeinden der Griechen und Russen, und die mitgliederstarken Nationalkirchen von Serben, Rumänen, Bulgaren, Kopten und Armeniern, sondern auch kleinere, erst später nach Österreich gekommener Communities (Syrisch-Orthodoxe, Äthiopier, Antiochener).

Die Gesamtzahl der orthodoxen und altorientalischen Christen in Österreich wird auf 400.000 bis 500.000 geschätzt, genaue Zahlen gibt es nicht.

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