21,4 Millionen Menschen weltweit mit Trachom infiziert

LICHT FÜR DIE WELT erinnert am Weltgesundheitstag an die vernachlässigte Augenkrankheit

Wien (OTS) - LICHT FÜR DIE WELT erinnert heute am Weltgesundheitstag daran, dass in vielen Armutsgebieten der Erde die Augenkrankheit Trachom nach wie vor eine häufige Blindheitsursache ist. Die bakterielle Augeninfektion ist eine Krankheit der Armut. Sie entsteht vor allem aufgrund mangelnder hygienischer Bedingungen, verläuft sehr schmerzhaft und trifft besonders Kinder und Frauen. Weltweit sind 21,4 Millionen Menschen mit Trachom infiziert, 1,2 Million sind bereits blind. 232 Millionen Menschen leben in Gegenden, in denen die Krankheit heute noch verbreitet ist.

Die gute Nachricht aber ist: Trachom ist vermeidbar und behandelbar. Noch vor 150 Jahren war die Augeninfektion auch in Europa ein großes Problem. Dank Medikamenten und verbesserter Hygiene ist die Krankheit bei uns aber seit dem frühen 20. Jahrhundert praktisch ausgestorben. Für Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT, ein handfester Beweis, dass auch andere Weltregionen von Trachom befreit werden können: "Trachom ist kein Schicksal. Wenn wir alle einen Beitrag leisten, können Epidemien eingedämmt und die Krankheit sogar gänzlich aus der Welt geschafft werden", ist Roniger überzeugt.

LICHT FÜR DIE WELT ist in seinen Schwerpunktländern wesentlich an der Umsetzung der von der WHO entwickelten SAFE-Strategie beteiligt, damit Erblindung durch Trachom bis zum Jahr 2020 endlich der Vergangenheit angehört. Gemeinsam mit anderen Organisationen ist LICHT FÜR DIE WELT im Rahmen einer internationalen Allianz zur Bekämpfung von Trachom in betroffenen Gebieten unterwegs, um das Ausmaß der Ausbreitung festzustellen und gezielt gegen die Krankheit vorzugehen. LICHT FÜR DIE WELT verteilt seit über 25 Jahren Medikamente gegen Trachom und ermöglicht dringend nötige Lid-Operationen. Der äthiopische Augenarzt und Experte für Trachom von LICHT FÜR DIE WELT, Dr. Amir Bedri, erklärt: "Das Ziel von LICHT FÜR DIE WELT für die nächsten 10 Jahre ist, dass in Äthiopien kein Mensch mehr an Trachom erblinden muss. Wir konzentrieren uns dabei vor allem auf zwei Regionen, in denen wir die Bevölkerung in Risikogebieten über Hygienebedingungen aufklären, gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden Antibiotika verteilen und Patienten mit fortgeschrittenem Trachom operieren." Äthiopien ist eines der Schwerpunktländer von LICHT FÜR DIE WELT. Im Kampf gegen Trachom wird die Organisation dort auch von der Austrian Development Agency unterstützt.

Der Einsatz gegen die Krankheit zeigt Erfolge: In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Menschen, die an Trachom erblinden, stetig zurückgegangen. "Um den Kampf gegen die Tropenkrankheit Trachom aber endgültig zu gewinnen, braucht es noch sehr viele Menschen, die mithelfen. Deshalb sucht LICHT FÜR DIE WELT Augenlichtpaten und Augenlichtpatinnen, die sich persönlich dafür einsetzen wollen, Menschen in betroffenen Regionen dieser Erde vor Blindheit zu bewahren", so Rupert Roniger abschließend.

LICHT FÜR DIE WELT ist eine international tätige österreichische Fachorganisation, die sich in 156 nachhaltig wirksamen Hilfsprojekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa für blinde und anders behinderte Menschen einsetzt. Arbeitsschwerpunkte sind die Prävention und Heilung von Blindheit und die Rehabilitation von blinden und anders behinderten Menschen. Im Jahr 2014 konnte LICHT FÜR DIE WELT rund 56.000 behinderte Kinder rehabilitativ fördern und knapp 50.000 Operationen am Grauen Star durchführen. Die Hilfe erreichte insgesamt 1.1 Mio. Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde.

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