Glatz: Pensionistenverband Österreichs fordert gesetzliche Obergrenze für Überziehungszinsen auf Gehalts- und Pensionskonten

Vergleich des PVÖ zeigt – Niedrige Finanzierungskosten der Banken werden nicht an Kunden weitergegeben – PVÖ fordert: Schluss mit dem Zinswucher auf Kosten der Schwächsten!

Wien (OTS) - "Derzeit können Banken so günstig wie noch nie finanzieren! Sowohl der EZB-Leitzins, als auch der Euribor (jener Zinssatz, mit dem sich Banken untereinander Anleihen gewähren) sind auf einem historischen Tiefstand! Davon merken die Bankkunden aber leider nichts! Die Haben-Zinsen bleiben mit im Durchschnitt 0,125 Prozent extrem niedrig. Und was noch wesentlich dramatischer ist:
Rutscht das Konto ins Minus, so verlangen die Banken horrende Überziehungszinsen von bis zu 13,25 Prozent! Dieses Beharren der Banken auf ihren absurd hohen Überziehungszinsen ist inakzeptabel! Der Pensionistenverband Österreichs fordert daher eine gesetzliche Obergrenze - einen Zinsdeckel - für Überziehungszinsen", stellt Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) klar und verweist auf einen aktuellen Vergleich der Überziehungszinsen, der auf der Homepage des Pensionistenverbandes Österreichs unter
http://pvoe.at/content/glatz-pensionistenverband-oesterreichs-fordert-gesetzliche-obergrenze-fuer abrufbar ist. ****

"Aus einer Analyse des Bankenrechners der Arbeiterkammer wird deutlich, dass die Banken - obwohl ihre Finanzierungskosten stark gesunken sind - ihre Überziehungszinsen seit September 2014 nicht gesenkt haben. Und das trotz mehrmaliger Aufforderung! Das darf nicht länger hingenommen werden. Denn besonders sozial Schwächere - unter ihnen viele PensionistInnen - leiden unter den unverhältnismäßig hohen Überziehungszinsen. Da sie gar nicht die Möglichkeit haben viel Erspartes für Notfälle auf die Seite zu bringen, haben die Bezieher kleiner Einkommen oder Pensionen bei ungeplanten Ausgaben wie z.B. einer kaputten Heizung oft gar keine andere Möglichkeit als ihr Konto zu überziehen. Durch die hohen Zinsen führt diese nicht selten in eine dauerhafte Verschuldung", so Glatz, der weiter ausführt, dass die Betroffenen oft gar nicht wissen, welche Zinsbelastung im Falle einer Überziehung auf sie zukommt. "Ein aktueller Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) belegt, was der Pensionistenverband bereits seit langem ankreidet: Die Konditionen der Banken sind völlig intransparent, die Höhe der Überziehungszinsen zu ermitteln, grenzt nicht selten an Detektivarbeit", kritisiert Glatz, der abschließend unterstreicht: "Schluss mit dem Zinswucher auf Kosten der Schwächsten! Runter mit den Überziehungszinsen bei Pensions- und Gehaltskonten! Her mit mehr Transparenz und Kontrolle! Her mit einer gesetzlichen Obergrenze für Überziehungszinsen! Her mit einem Zinsdeckel für Gehalts- und Pensionskonten!" (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.vockenhuber@pvoe.at

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