SOS-Kinderdorf zum Tag der Gesundheit: Neue Therapieplätze für Kinder schaffen!

Kinder haben ein Recht auf Gesundheit. Allerdings erhalten sie nur sieben Prozent der Gesundheitsleistungen, 60.000 bis 80.000 Therapieplätze für Kinder fehlen in Österreich!

Wien (OTS) - Wien/Klagenfurt (6. April 2014) - "Es ist inakzeptabel und beschämend, dass Kinder auf Therapie warten müssen", sagt Susanne Maurer-Aldrian, Geschäftsleiterin SOS-Kinderdorf Region Süd anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April. "Investitionen in die Gesundheit der Eltern und Kinder sind echte Investitionen in die Zukunft - hier ist die Politik eindeutig gefordert."

Lange Wartelisten und Selbstbehalte stellen für viele Familien enorme Hürden dar. Dabei leiden gerade Kinder und Jugendliche aus psychosozial belastetem Umfeld vermehrt an psychiatrischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen. Zum Vergleich: Während rund 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Österreich mit Entwicklungsstörungen kämpfen, liegt dieser Wert bei Kindern aus Familien, die von der Kinder- und Jugendhilfe unterstützt werden, bei 80 Prozent.

SOS-Kinderdorf unterstützt umfassend und niederschwellig

SOS-Kinderdorf gibt Kindern nicht nur ein liebevolles Zuhause, sondern unterstützt junge Menschen auch umfassend, niederschwellig und unbürokratisch beim Gesundwerden. So erhalten im Ambulatorium für Kinder und Jugendpsychiatrie von SOS-Kinderdorf in Wien-Floridsdorf rund 450 Kinder und Jugendliche im Jahr kostenlos psychiatrische, psychologische, psychotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Unterstützung. Angsterkrankungen, Störungen des Sozialverhaltens, ADHS, Depression, Suizidversuch, Selbstverletzungen, Essstörungen, Aggression und Schulangst sind dabei die häufigsten Vorstellungsgründe.

Dr. Christian Kienbacher, ärztlicher Leiter des Ambulatoriums für Kinder- und Jugendpsychiatrie, SOS-Kinderdorf Wien-Floridsdorf: "Es ist erfreulich, dass es seit Kurzem auch in Wien 6 Kassenordinationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt, aber trotzdem ist die Versorgungslücke in unserem Fach eine große und ist noch weit von dem entfernt was Familien in Deutschland oder der Schweiz zur Verfügung steht. Speziell das Angebot an multiprofessionell besetzten Ambulatorien ist nur in wenigen Bundesländern vorhanden und sollte ausgebaut werden. Es ist zu begrüßen, dass es neue Ordinationen gibt, die Versorgungslücke ist trotzdem noch groß"

Hermann-Gemeiner-Sozialzentrum in Moosburg wird umgebaut

Auch das Hermann-Gmeiner-Sozialzentrum in Moosburg in Kärnten hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern möglichst rasch die notwendigen Therapien zur Verfügung zu stellen. Das Kompetenzzentrum mit einem multiprofessionellen Team aus FachärztInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, LogopädInnen und ErgotherapeutInnen wird umgebaut und modernisiert - und hilft somit, die große Versorgungslücke im Mittelkärntner Raum zu schließen.

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Pressesprecherin SOS-Kinderdorf

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