ÖGB-Achitz: Industrie muss endlich Verantwortung übernehmen

Neuerliche Pensionsdebatte ist ein reines Ablenkungsmanöver

Wien (OTS) - "Die Industrie will nur ablenken und sich vor ihrer Verantwortung drücken", stellt der Leitende Sekretär des ÖGB, Bernhard Achitz, zur heute neuerlich losgetretenen Debatte um das Pensionssystem fest. Achitz: "Einzig gesicherte Tatsache ist, dass sich vor allem die Industrie gegen das sinnvolle Bonus-Malus-System stemmt und mit zweifelhaften Studien Nebelgranaten wirft. Das werden die ArbeitnehmerInnen auch durchschauen und sich nicht gefallen lassen."

"Über die Pensionen brauchen wir nicht reden, solange es keine Vermögenssteuern gibt und jene, die ihr Geld für sich arbeiten lassen, nicht auch einen gerechten Beitrag zahlen", sagt Achitz und weiter: "Da kann die Industriellenvereinigung noch so viele Zeitungen, Institute und Think tanks dafür bezahlen, nur um das bestehende System krankzujammern."

Seitens des Sozialministeriums wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Einzelmaßnahmen getroffen. Diese seien auch erfolgreich. Es herrsche Konsens darüber, dass die Menschen länger arbeiten und später in Pension gehen sollen. Achitz: "Wir müssen nun dafür sorgen, dass die Menschen länger gesund und arbeitsfähig bleiben. Und damit sie auch länger einen Arbeitsplatz haben, muss das im Regierungsprogramm vorgesehene Bonus-Malus-Programm endlich Wirklichkeit werden."

Das faktische Pensionsantrittsalter ist von 2013 auf 2014 bereits um 13,2 Monate gestiegen. Achitz: "Alle Alarmrufe, wonach die Pensionen bald nicht mehr finanzierbar wären, entbehren jeder seriösen Grundlage. Sie haben offensichtlich einen einzigen Zweck: Die ArbeitnehmerInnen sollen in die Arme der privaten Versicherungswirtschaft mit ihren unsicheren Vorsorgeprodukten getrieben werden."

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Kommunikation
Johann-Böhm-Platz 1,
1020 Wien
Tel.-Nr.: 01/534 44-39263
www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0001