ÖCV sieht dringenden Handlungsbedarf im Pensionssystem

ÖCV-Präsident Stöckl: „Ohne Reformen ist das Pensionssystem nicht mehr zu retten!“

Wien (OTS) - Eine neue Datenanalyse des Instituts für Wirtschaftsforschung Eco Austria zeigt die besorgniserregende Entwicklung des österreichischen Pensionssystems. In der Studie wurden erstmals die Daten der gesetzlichen Pensionsversicherung mit jenen der öffentlichen Rechtsträger verglichen und die gesamte Situation dargestellt. Nur 57,2 Euro pro 100 Euro ausgezahlten Pensionen werden aus den Beiträgen der Aktiven aufgebracht - der Rest muss aus dem Budget zugeschossen werden. 22,7% aller Steuermittel fließen in den Erhalt des Systems - Gelder, die vor allem im Bereich Bildung fehlen!

Der ÖCV sieht dringenden Handlungsbedarf: "Ohne Reformen ist das Pensionssystem nicht mehr zu retten, das erlaubt keinen Aufschub!", betont ÖCV Präsident Lorenz Stöckl und stellt klare Forderungen:

- Die steigende Lebenserwartung berücksichtigen!
Ein Nachhaltigkeitsmechanismus muss erarbeitet werden. Dazu gehört in weiterer Folge auch eine automatisierte Anhebung des Pensionsalters.

- "Hacklerregelung" und Schwerarbeiterpension abschaffen!
Hürden für Unternehmen und den öffentlichen Dienst, die Mitarbeiter in den Vorruhestand schicken, müssen eingeführt werden. Es ist ungeheuerlich, dass Länder wie Wien und Kärnten Pensionsreformen, die der Bund durchgeführt hat, seit nahezu 10 Jahren nicht nachvollzogen haben. Sie betreiben Klientelpolitik für "ihre" Beamten auf Kosten der Steuerzahler.

- Deutliche Abschläge ohne Deckelung bei Frühpension!
Frühpension ist kein wohlverdienter Ruhestand, sondern eine unsolidarische Handlung den nächsten Generationen gegenüber.

Der Österreichische Cartellverband, der größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs hat die Generationenfrage zu einem seiner Hauptthemen gemacht und beschäftigt sich intensiv mit der Problematik und Lösungsvorschlägen.

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