Neues Volksblatt: "Großes Übel" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 3. April 2015

Linz (OTS) - Wenn ab nächster Woche der parlamentarische Untersuchungsausschuss die Causa Hypo Alpe Adria unter die Lupe nimmt, dann werden viele Sachentscheidungen rund um die Notverstaatlichung der Bank auf ihre Richtigkeit abgeklopft werden. Dabei, das steht schon vor dem Ausschuss-Start außer Frage, wird man im Blick zurück so manches besser wissen als seinerzeit, als die Entscheidungen getroffen werden mussten.
Eines weiß man freilich auch ohne jegliche Untersuchung, ohne diverse Berichte oder aufklärende Befragungen: Dass nämlich das Desaster seinen Ausgang in der damals blau-orange dominierten Kärntner Landespolitik nahm. Wenn das Land Kärnten heute beim Bund um Geld vorstellig werden muss, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können, ist das die Folge einer Landesfürsten-Politik sondergleichen, in der der vermeintliche Hypo-Geldsegen in bar unter die Leute gebracht wurde. Angesichts der Folge ist es umso erstaunlicher, um nicht zu sagen, umso ärgerlicher, wenn Kärntner Blaue heute den Mund aufmachen und beklagen, dass Leistungen wieder gestrichen werden müssen, die seinerzeit in großherrschaftlicher Manier eingeführt worden waren. Heute zahlt über eine massiv erhöhte Staatsverschuldung ganz Österreich die Zeche für das, was in Kärnten unter freiheitlicher politischer Verantwortung passiert ist - was wohl das größte Übel ist und bleibt.

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