Gemeinsame Erklärung von 8 Delegationen zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs auf der 28. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates

Gemeinsame Erklärung der Delegationen Aserbaidschans, Armeniens, der Republik Belarus, Kasachstans, Kirgisistans, Russlands, Tadschikistans und Usbekistans

Wien (OTS) - Sieben Jahrzehnte trennen uns vom historischen Sieg im Großen Vaterländischen Krieg 1941 - 1945. Der 9. Mai ist ein Festtag mit Tränen in den Augen und die Verkörperung der unsterblichen Heldentat der Völker, welche Ihr Vaterland verteidigt haben. Dieser Tag wird für immer das Symbol für ihre Selbstaufopferung und ihr Heldentum im Namen der Verteidigung der Freiheit und der menschlichen Würde sowie des Rechts auf Selbstbestimmung des eigenen Schicksals bleiben. Unsere Völker haben einen gewaltigen und entscheidenden Beitrag zur Vernichtung des Nazismus und zur Befreiung ganz Europas von der braunen Pest geleistet.

Der Zweite Weltkrieg hat noch nie dagewesene Leiden und Zerstörungen gebracht. Er ist eine der größten Tragödien, welche auf die Völker der ganzen Welt hereinbrach. Er dauerte sechseinhalb Jahre und kostete Dutzenden Millionen Menschen das Leben. Die Völker unserer Länder erlitten im vergangenen Krieg die größten menschlichen und materiellen Verluste.

Wir trauern um alle auf den Schlachtfeldern im Kampf gegen den Nazismus Gefallenen, um die in den Konzentrationslagern und nazistischen Gefängnissen zu Tode Gekommenen und um die Opfer des Holocaust. Wir rufen dazu auf, das Andenken an die im Kampf gegen den Nazismus Umgekommenen hoch zu halten.

Wir schätzen sehr die Heldenhaftigkeit der Völker Europas und der gesamten Welt, welche gemeinsam mit uns dem Nazismus Widerstand leisteten, und erinnern uns an den Beitrag und die Hilfe unserer Verbündeten in der Antihitlerkoalition für die Erringung des gemeinsamen Sieges.

Mit wachsender Besorgnis beobachten wir die zynischen Versuche, die Lehren des Krieges der Vergessenheit anheimfallen zu lassen, seinen Ergebnissen verzerrte moralische und rechtliche Bewertungen zu geben, die Opfer und die Henker gleichzustellen, das lichte Andenken der Gefallenen zu beschmutzen, nazistische Verbrecher und Kollaborateure zu rehabilitieren und Theorien von rassischer und nationaler Überlegenheit wiederzubeleben.

Wir appellieren an die Länder und Völker der Welt, den Versuchen der Heroisierung der nazistischen Bewegung, der Reanimierung der faschistischen Ideologie und der Verbreitung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen.
Aufgrund der historischen Erfahrung wissen wir um die Gefährlichkeit von Theorien der Überlegenheit einer Nation über andere. Wir missbilligen Intoleranz, Diskriminierung, Extremismus und Hass auf ethnischer, rassischer und religiöser Grundlage. Wir sind fest entschlossen, diese Bedrohungen zu bekämpfen, und verurteilen entschieden jegliche Versuche zu ihrer Rechtfertigung.

Wir sind tief davon überzeugt, dass solche Erscheinungen bekämpft und entschlossen unterbunden werden müssen. Man darf vor diesen zugunsten politischer Ambitionen und konjunktureller Interessen nicht die Augen verschließen. Das lehrt uns die tragische Erfahrung der Vergangenheit.

Unsere gemeinsame Pflicht ist es, keine neuen Tragödien zuzulassen und die zukünftigen Generationen vor den Bedrohungen für den Frieden und die Sicherheit zu bewahren. Das ist die beste Art, um das Andenken jeder zu würdigen, die im Kampf für Frieden, Freiheit, Demokratie und menschliche Würde siegten, und um das Andenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs zu ehren.

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