Chorherr zu Körner-Kaserne: Bundesregierung als Grundstücksspekulant

„Bundes-SPÖ verhindert leistbares Wohnen in Wien“ – Keine Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans unter diesen Umständen

Wien (OTS) - "Beim Verkauf der Theodor-Körner-Kaserne führt sich die Bundesregierung auf wie ein Grundstücksspekulant", stellt der Planungssprecher der Grünen, Christoph Chorherr fest. "Das Mindestgebot für das Areal, das nun öffentlich gemacht wurde, lässt leistbares Wohnen nicht zu. Das heißt: Das SPÖ-geführte Verteidigungsministerium hat offenbar vor, dort Luxuswohnungen zu errichten - entgegen der eigentlichen Notwendigkeit der WienerInnen, leistbaren Wohnraum zu errichten", so Chorherr. Eine Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans ist unter diesen Gesichtspunkten sicher nicht denkbar.

"Die Vorgangsweise ist umso schlimmer, als die Bundesregierung öffentlichkeitswirksam von leistbarem Wohnen spricht, aber wenn es darauf ankommt, mit voller Kraft dagegen arbeitet", kritisiert Chorherr. Denn: Der geforderte Mindestverkaufspreis hätte derzeit einen Grundkostenanteil zu Folge, der weit über jenem des sozialen Wohnbaus liegt.

Noch dazu gab es seit Monaten Gespräche zwischen der SIVBEG als Verkäufer und dem Planungsressort der Stadt Wien in enger Abstimmung mit dem Wohnbauressort über die stadtplanerischen Rahmenbedingungen für die Körner-Kaserne, die da lauten: leistbares Wohnen und Freiraum. Diese wurden nun von Seiten der Landesverteidigung ohne jedes Verständnis für städtebauliche und wohnungspolitische Rahmenbedingungen verlassen. "Wir erinnern die Bundesregierung und insbesondere den Sozialdemokraten Gerald Klug an die Notwendigkeit, Wohnen nicht zu einem Luxusgut werden zu lassen", so Chorherr.

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