FCG - Gemeindebedienstete: Pflege soll durch Verzicht auf Gehaltserhöhung KAV-Reformen unterstützen

Wien (OTS) - Rund um die sozialpartnerschaftlich durchgesetzten Reformmaßnahmen zur Arbeitszeit der Ärzt/innen des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) wurde erkennbar, dass es einen enormen Reformbedarf im Wiener Gesundheitswesen gibt. Wir konnten erkennen, dass die zuständige Stadträtin Mag.a Wehsely sich aufopfernd für bessere Arbeitsbedingungen der Ärzt/innen einsetzte, wofür ihr die betroffenen Kolleg/innen aber keinen angemessenen Dank aussprachen.

Die FCG erkennt die angespannte Lage, in der sich das Management des KAV und die rot-grüne Wiener Stadtregierung befinden. Wir appellieren daher an unsere Kolleg/innen in den Pflegeberufen, ihre langjährig immer wieder vorgebrachten und berechtigten Forderungen nach Verbesserung der überfordernden Arbeitsbedingungen und der unzumutbar niedrigen Gehälter weiter aufzuschieben.

Schon in der Vergangenheit wurde von den Kolleg/innen der Pflege ein massiver Überstundenabbau ohne Lohnausgleich ebenso hingenommen, wie Arbeitsverdichtungen und Übernahme berufsfremder Tätigkeiten. Die Pflegeberufe zeichnen sich durch ihre helfende und dienende Haltung aus. Wir sind daher überzeugt, dass die Pflegeberufe auch einspringen werden, wenn wieder einmal handwerkliche Arbeitsplätze eingespart werden müssen, um andere Dienstposten finanzieren zu können.

Dabei sollte aber auf das Ersuchen der Pflegeberufe Rücksicht genommen und neben den Schulungsmaßnahmen für die Ausübung des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereichs nach ärztlicher Anordnung auch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen für die Übernahme der handwerklichen Aufgaben wie z. B. Installations-, Tischler- und Gärtnerarbeiten organisiert werden.
Für den Fall, dass dies alles nicht finanzierbar sein sollte, schlagen wir vor, dass für Pflegeperson die vor dem 65. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt werden, die Abschläge deutlich angehoben werden - damit könnte die Stadträtin auch gleich die ÖVP für die anstehenden Reformvorhaben gewinnen. Sollten dadurch soziale Notlagen bei den betroffenen Kolleg/innen entstehen, könnte man günstige Schwesternwohnheime zur Unterstützung anbieten, da aktuell ja einige Wohnungen frei wurden.
Sollten aber die Kolleg/innen der Pflegeberufe des KAV dies nicht mittragen wollen, so sind wir überzeugt, dass die rot-grüne Stadtregierung mit unserer Gewerkschaftsführung auch in diesem Fall eine sozialpartnerschaftliche Einigung erzielen wird, die allerliebst und superkompetent das Beste für alle Beteiligten darstellt. Damit wäre auch sichergestellt, dass alle Funktionär/innen der Mehrheitsfraktion in den Dienststellen allfällig kritisch auftretende Kolleg/innen beruhigen können, damit bei den kommenden Gemeinderatswahlen für die SPÖ kein Hoppala passiert.

Rückfragen & Kontakt:

Kurt Obermülner, MAS (Mediation)
Vorsitzender

Fraktion Christlicher Gewerkschafter/innen
in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - Wien
1090 Wien, Maria Theresien Straße 11
Homepage: www.fcg-gdg-kmsfb.at
Tel.: (01) 31316 - 83682, Handy: 0676 70 68 511

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001