Schultes: Bestens vorbereitet auf Produktionsfreiheit bei Milch

Appell: Wertschöpfungskette muss zur Wertschätzungskette werden

Wien (OTS) - "Morgen beginnt die Produktionsfreiheit bei Milch. Auf diesen Tag haben sich Österreichs Milchbäuerinnen und Milchbauern und die Verarbeiter seit Jahren bestens vorbereitet. Gemeinsam setzte man schon früh auf Qualität und investierte jährlich über 100 Mio. Euro in der Wertschöpfungskette. Daher wird auch der morgige Tag ein Tag wie jeder andere sein: Die Bauern sind dieselben, die Kühe sind dieselben und auch die Kunden werden weiterhin unsere hochwertigen Milchprodukte schätzen. Unsere Qualitätsanstrengungen haben uns kaufkräftige Märkte innerhalb und außerhalb der EU eröffnet und diesen Weg werden wir konsequent weitergehen. Mein Dank gilt dabei auch Minister Andrä Rupprechter, dem es nun gelungen ist, den großen chinesischen Markt für Käse und Milchprodukte aus Österreich noch weiter zu öffnen", erklärte heute LK Österreich-Präsident Hermann Schultes zum Auslaufen der EU-Milchquoten. "Wundern muss man sich nur über jene Damen und Herren, die einen Tag vor Quotenende wach werden, die aber die jahrelange Arbeit für die Bauern offensichtlich verschlafen haben", so Schultes.

Wertschätzungskette hilft allen

"Wenn die Wertschöpfungskette Bauern, Verarbeiter und Handel zu einer echten Wertschätzungskette wird, in der alle auf gleicher Augenhöhe agieren, profitieren davon Erzeuger, Handel und Konsumenten gleichermaßen. Das heißt: Nein zu Schleuderaktionen mit dem wertvollen Lebensmittel Milch und ein Ja zu Transparenz und Vertrauen. Wir setzen nicht auf Billigprodukte, sondern auf Qualität, auf Nischen wie Heumilch oder Biomilch und auf Premiummarken. Darüber hinaus benötigen wir für eine funktionierende Wertschöpfungskette stabile Lieferverträge, denn die Volatilität auf den Märkten nimmt zu", stellte der Präsident fest.

Klare Herkunftsdeklaration

"Fairness gilt aber nicht nur für den Milchbereich. Wir leisten uns in Österreich in vielen Bereichen anspruchsvolle Standards. Daher verlangen wir, dass in öffentlichen Ausschreibungen zum Lebensmitteleinkauf das Bestkauf-Prinzip dem Billigstkauf vorgezogen wird. Und wir wollen eine ganz klare Herkunftsdeklaration im Handel und der Gastronomie. So soll man im Supermarktregal nicht so tun, als wären alle Puten im Regal nach dem gleichen teuren Standard produziert, die in Österreich verlangt werden. Auch in der Gastronomie und der Kantinenverpflegung soll die Herkunft klar deklariert werden, damit unsere Qualitätsproduktion nicht durch Importware aus Übersee für billigen Profit missbraucht wird. Wettbewerb braucht eine lautere Nachfrage. Man soll das bekommen, was man bestellt hat, keine Billigkopie und kein Imitat", forderte der LK-Präsident.

"Die weltbesten Lebensmittel sind das Ergebnis unserer konsequenten Qualitätsstrategie. Wir lernen täglich von den Besten, bleiben nicht stehen und werden gemeinsam besser. Verarbeiter, Handel und Exporteure profitieren vom Imagewert unserer Arbeit in der Qualitätssicherung. Daher ist auch ein Gemeinschaftsmarketing unter dem Dach der AMA notwendig", stellte Schultes fest.
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