Führerscheinprüfer und Fahrlehrer zur Weiterbildung am Red Bull Ring in Spielberg

Gemeinsame Veranstaltungs-Innovation des FV Fahrschulen und des Verkehrsministeriums

Wien (OTS) - Um für die Führerschein-Ausbildung und die Abnahme von Prüfungen ihr theoretisches Fachwissen und ihr praktisches Fahrkönnen auf dem letzten Stand zu bringen, trafen sich vergangene Woche etwa 350 Fahrlehrer und Führerscheinprüfer zur Weiterbildung am Red Bull Ring in Spielberg. Der österreichische Fahrlehrertag besitzt bereits eine mehrjährige Tradition. Der spiegelgleich erstmals organisierte Bundes-Fahrprüfertag verzeichnete gleich beim ersten Anlauf einen ausgezeichneten Zuspruch, ist Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der WKÖ, erfreut, dass sich die innovative Vorgehensweise von Verkehrsministerium und Fahrschulverband sehr gelohnt hat.

Der Red Bull Ring als höchst attraktiver Veranstaltungsort wurde möglich, weil die beiden Veranstaltungsträger im Interesse des Ausbildungspersonals und der Prüfer organisatorische Synergien nutzten. Zugleich wurden besondere Inhalte der Verkehrssicherheit berücksichtigt. "Wenn wir gemeinsam von Ausbildung und Prüfung bis hin zur Weiterbildung der Sachverständigen und Pädagogen höchste Qualität erreichen, können wir viele Unfälle und menschliches Leid vermeiden", ergänzt Norbert Hart von der Beobachtungsstelle für Verkehrssicherheit des Verkehrsministeriums.

Die Fahrzeugtechnik beim Pkw und beim Lkw, der richtige Rollwiderstand der Reifen, neue Qualitätsstandards bei Treibstoffen, geänderte Funktionen des Digitacho, verkehrspsychologische Tipps sowie geplante Vorhaben bei Ausbildung, Prüfung und Fahrschulinspektion standen auf der Agenda des Theorie-Blocks. "Dabei boten die VIP-Räumlichkeiten im Start-Ziel-Bereich des Red Bull Rings als Vortragssäle ein modernes, tolles Ambiente", so Wiedermann. Während die Weiterbildung des Ausbildungspersonals in den Fahrschulen seit Jahren im Rahmen einer freiwilligen Initiative erfolgt, werden Prüfer mit der Umsetzung der 3. Führerschein-Richtlinie seit 19. Jänner 2013 erstmals verpflichtet, sich zwei Tage theoretisch und einen Tag praktisch pro Jahr weiterzubilden. Daher wurde der gemeinsam organisierte Weiterbildungstag am Red Bull Ring ins Leben gerufen. Eine gesetzliche fünfjährige (prüfungsfreie) Weiterbildungspflicht gilt seit Herbst 2009 übrigens auch für Lenker von Schweren Lkw und Bussen.

Bei Fahrten im Off-Road-Gelände machten sich Fahrschullehrer, Fahrlehrer und Prüfer mit Allradantrieben und Off-Road-Sicherheitssystemen vertraut. Als Fahrzeuge standen Fahrzeuge der Amarok-Reihe der Marke VW zur Verfügung. Schulungskräfte demonstrierten das automatisierte Einparken von Pkw und Anhänger per Bedienknopf ohne Griff auf das Lenkrad mittels Anhänger-Rangierassistenten. Auf einer abgegrenzten Fahrsicherheits-Anlage neben der Formel 1-Strecke, dem sog. Driving Center, konnte jeder Teilnehmer sein Können als Lenker von Lastkraftwägen mit Anhängern und Kippern im Kurvenfahren oder beim Driften testen. "Die Lkw-Modelle bis 640 PS mit Abstandsregeltempomaten, Bremswegverkürzungs-Einrichtungen oder hydrostatisch angetriebenen Radnabenmotoren stellte die Firma MAN Truck & Bus zur Verfügung", so Wiedermann. Für Fahrten auf öffentlichen Straßen standen ein moderner Fahrschul-Lkw sowie ein Bus der Abgasklasse EURO 6 zur Verfügung. Dabei konnten Prüfer und Lehrer einen Rollenwechsel vornehmen und den Sitzplatz des Fahrschülers einnehmen, wobei sie gleichzeitig im spritsparenden Fahren instruiert wurden.

Fahrschulausstatter und Verlage beteiligten sich als Aussteller. Eine Streckenbesichtigung der Formel 1-Rennstrecke des Red Bull Rings, die am Fahrlehrertag vom ehemaligen Formel 1-Rennfahrer Patrick Friesacher geleitet wurde sowie zahlreiche Fachgespräche rundeten die Fachveranstaltung ab. "Die heurige Premierenidee eines gemeinsamen Ausbildungstages von Prüfern und Fahrlehrern werde man auch 2016 wieder aufgreifen", ist Wiedermann aufgrund des ausgezeichneten Anklangs überzeugt. (PWK237/PM)

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