Aslan: Die Gleichstellungspolitik der Bundesregierung ist unglaubwürdig

Grüne fordern konkrete Maßnahmen statt Ankündigungspolitik

Wien (OTS) - Österreich ist im Bereich Gender Equality eindeutig kein Vorreiter. Vollzeit beschäftigte Frauen verdienen in der EU im Durchschnitt um 16,4 Prozent weniger als Vollzeit beschäftigte Männer. In Österreich sogar um 23,4 Prozent weniger. Österreich liegt damit EU-weit am vorletzten Platz. "Wie lange will die Frauenministerin noch diesen Stillstand in der Gleichstellungspolitik noch dulden?", sagt Berivan Aslan, Frauensprecherin der Grünen. "Das Ergebnis der Steuerreform war frauenpolitisch beschämend und als Mitglied der Bundesregierung musste die Ministerin wissen, dass von dieser Reform abermals Männer überdurchschnittlich profitieren würden. Jetzt über die Schließung der Einkommensschere zu reden, ist unglaubwürdig."

"Frauenerwerbseinkommen sind kein ‚Zuverdienst‘, sondern sollen eine eigenständige Existenzsicherung mit Karrieremöglichkeiten bieten, wie das für Männer selbstverständlich ist," erklärt Aslan und weist auf die längst fällige Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen hin. "Allgemeine Arbeitszeitverkürzung, deutliche Verteuerung von Mehr- und Überstunden und ein Mindestlohn von 9,30 Euro pro Stunde sind Maßnahmen, die Frauen aus der Falle der schlecht bezahlten Teilzeitjobs helfen kann."

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