Milchquote - Stronach/Steinbichler: Sieg der Milchindustrie über nachhaltige Landwirtschaft

Qualitätsgütesiegelgesetz zum Schutz von Lebensqualität und Arbeitsplätzen gefordert

Wien (OTS) - "Das ist leider ein Sieg der Milchindustrie über die nachhaltige Landwirtschaft - damit werden, so wie beim Fleisch, die Märkte unüberschaubarer und manipulierbarer", kritisiert Team Stronach Agrarsprecher das heutige Auslaufen der Milchquote. "Keiner der sich jetzt vollmundig zu Wort meldenden Experten spricht von kostendeckenden Preisen am Bauernhof. Laut Vollkostenrechnung müsste der Liter konventionelle Milch am Bauernhof 39 Cent betragen, um überhaupt in der Milchwirtschaft überleben zu können!"

Für den Team Stronach Mandatar ist es bezeichnend und gleichzeitig auch erschütternd, dass chinesische Landwirte vor Billigimporten aus Europa zittern. "Welche Preise am Bauernhof die Milchindustrie in Zukunft zahlen wird, das kann sich jeder heimische Bauer ausrechnen, wenn österreichischer Qualitätskäse derzeit um 1,25 Euro bis 4 Euro pro Kilo in die internationalen Märkte exportiert wird", mahnt der Abgeordnete.

"Solange Grundnahrungsmittel als Lockartikel in den Supermärkten missbraucht und jede Menge Substitute am Markt angeboten werden, und selbst bäuerliche Genossenschaften als Importeure von Ersatzprodukten, wie Pflanzensprühsahne, tätig sind, hat eine nachhaltige bäuerliche Produktion keine Chance", so Steinbichler. Und weiter: "Wenn die angesprochenen Experten die Wettbewerbsfähigkeit zu Weltmarktpreisen in günstigeren Lagen ansprechen, dann geben sie gleichzeitig zu, dass die aufgegebene Quote sehr wohl eine Schutzfunktion für benachteiligte Gebiete, wie Österreich gehabt hat - allerdings ist von den verantwortlichen Funktionären und Geschäftsführern die einzige Chance verabsäumt worden, die Marke "Österreich" als Qualitätsprodukt zu positionieren."

Der Team Stronach Agrarsprecher fordert einmal mehr eine schnelle Umsetzung des österreichischen Qualitätsgütesiegelgesetzes, um die Bewirtschaftung unserer wertvollen Kulturlandschaft weiterhin zu sichern. "Es geht um den Schutz unserer Umwelt, unserer Gesundheit und unserer einzigartigen Lebensqualität - nicht nur für unsere Bevölkerung, sondern auch für unsere Tourismusgäste - und es geht natürlich um die Sicherung der damit verbundenen zigtausend Arbeitsplätze im ländlichen Raum", betont Steinbichler.

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