ÖH Salzburg sieht sich durch aktuelles Uniranking ‚U-Multirank‘ bestätigt: Lehre muss wieder in den Mittelpunkt gerückt werden

Im aktuellen Uni-Ranking ‚U-Multirank‘ zeigen die österreichischen Universitäten besonders im Bereich der Lehre großes Verbesserungspotential auf.

Salzburg (OTS) - Die ÖH Salzburg sieht sich durch das aktuelle Uniranking ‚U-Multirank‘ bestätigt, dass die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) zu noch höheren Drop-Out Raten führt. Die STEOP zeichnet sich durch wenig bis keine Orientierung aus, dafür aber durch verschärftes Prüfungsrecht. "Viele Studierende werden herausgeprüft, erfahren nicht die Unterstützung zu Studienbeginn, die sie bräuchten, und werden zu Beginn ihrer Studienzeit zusätzlich besonders hart belastet. Da ist es kein Wunder, dass viele Studierende ihr Studium vorzeitig abbrechen", so Katharina Obenholzner, Vorsitzende der ÖH Salzburg.

Auch bei den Stellenbesetzungen an der Universität Salzburg zeigt sich, dass Lehre und Studierende nicht mehr im Fokus liegen. "Auf Forschung, Drittmittelprojekte, Publikationen und Internationalität wird viel Wert gelegt bei Stellenausschreibungen - hingegen auf Didaktik, Vermittlungskompetenz und Lehrfähigkeiten wird immer weniger Wert gelegt", sagt Clara Kuhn vom Bildungspolitischen Referat der ÖH Salzburg. "Selbst die Lehrprobe, eine Art Probevorlesung im Rahmen des Bewerbungsgesprächs, findet nicht mehr allzu oft statt. Wo bleibt da der Fokus auf die Studierenden und auf die Vermittlung von Wissen an die nächste Generation?", fragt Maximilian Wagner vom Bildungspolitischen Referat der ÖH Salzburg.

"Auch wenn Uni-Rankings nur die halbe Wahrheit wiederspiegeln und gleichzeitig für mehr Wettbewerbsdruck unter Universitäten sorgen, so bestätigen sie doch manchmal die Probleme, mit denen die Studierenden täglich konfrontiert sind", sagt Nicole Vorderobermeier vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg. "Denn wenn nur 40% der Salzburger Studierenden in der vorgesehenen Studiendauer ihr Bachelorstudium abschließen, so bedeutet das, dass 60% der Studierenden wirklich Probleme haben, in Kurse zu kommen oder ihr Studium zu finanzieren. Hier hat das Problem System - in Salzburg wie in Österreich allgemein."

Die ÖH Salzburg wird sich weiter dafür einsetzen, dass Studierende wieder mehr in den Mittelpunkt der Universität Salzburg gerückt werden, dass Lehre wieder einen großen Stellenwert bekommt und dass die Universität jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft dazu stellt.

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