Darabos zu ÖVP-Programm: Keine neuen Belastungen im Gesundheitswesen

ÖVP-Prinzip „Lieber reich und gesund als arm und krank“ darf nicht forciert werden - Selbstbehalte sozial ungerecht

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos lehnt die im Entwurf des neuen ÖVP-Parteiprogramms enthaltenen Selbstbehalte im Gesundheitswesen strikt ab. "Selbstbehalte für Gesundheitsleistungen sind absolut unsozial. Sie würden vor allem sozial Schwächere treffen, die erwiesenermaßen häufiger krank sind als Menschen mit stabilem finanziellem Background", sagt Darabos am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Dass Selbstbehalte laut ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger nicht als Bestrafung, sondern als Belohnung zu sehen sind, ist in diesem Zusammenhang ein Hohn", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Darabos kritisiert, dass "das ÖVP-Prinzip ‚Lieber reich und gesund als arm und krank‘ jetzt offenbar sogar im Parteiprogramm manifestiert werden soll". ****

In Österreich seien auch in Zeiten der Krise Leistungen im Gesundheitswesen nicht wie in so vielen anderen Staaten ab-, sondern im Gegenteil sogar ausgebaut worden. "Das ist ein Zeichen für die Qualität unseres Gesundheitssystems, die die ÖVP nicht aufs Spiel setzen soll", betont Darabos. "Armut macht krank. Die sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen darf nicht noch forciert werden -auch das gehört zu unserem solidarischen Gesundheitssystem", appelliert der SPÖ-Bundesgeschäftsführer an die ÖVP, dies im endgültigen Programm zu berücksichtigen. (Schluss) bj/mb

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