Lehrberuf Labortechnik startet

Lackindustrie finalisiert Verhandlungen über die neue modulare Ausbildung zum Lack- und Anstrichmitteltechniker

Wien (OTS) - Gemeinsam mit der Gewerkschaft PRO-GE hat die österreichische Lackindustrie eine zukunftsweisende neue Berufsausbildung auf den Weg gebracht. Die im Bundesberufsausbildungsbeirat einstimmig angenommene neue modulare Ausbildung wird aller Voraussicht nach noch im Sommer 2015 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft erlassen, freut sich der Vorsitzende der österreichischen Lackindustrie, KommR Hubert Culik.

Die Einigung mit der Arbeitnehmerseite war durch ein Pilotprojekt bei der Gestaltung der Lehrabschlussprüfung ermöglicht worden. Die Lackindustrie hat sich mit der Arbeitnehmer-seite geeinigt, eine Zwischenprüfung zur Feststellung der im ersten Teil der Ausbildung erworbenen Grundkompetenzen einzuführen. Dadurch soll die Qualität der Ausbildung ins-gesamt gesteigert werden, weil eine frühe Rückmeldung über den Ausbildungsstand er-folgt.

Der Aufbau der neuen Ausbildung ist "modular"

Ein Grundmodul "Labortechnik" bildet die Basis der neuen Ausbildung, dem ein Haupt-modul "Lacktechnik" sowie ein Spezialmodul "Laborautomatisation" folgen. Ing. Culik: "Um hochmoderne Lacke und Beschichtungen herstellen zu können, braucht es entsprechende Kompetenzen und die sind in der Lackindustrie sehr speziell. Es geht dabei beispielsweise um Farbmetrik, Rheologie - das Fließverhalten, Applikationsmethoden, Rezeptierung und vieles mehr.

Neue Jobchancen in einer innovativen Branche

Die künftigen Lacktechniker werden hervorragende Jobchancen in Österreich vorfinden, ist Dr. Gruber, Geschäftsführer Axalta Coating Systems Austria GmbH, überzeugt. Nicht nur in der Lackindustrie selbst, sondern auch in der Holz- und Möbelindustrie, der Metallindustrie oder in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Überall wo beschichtet wird, werden diese Fertigkeiten nachgefragt.

Aber auch für die Industrie selbst bringt die neue Ausbildung Vorteile. Die Lack- und Anstrichmittelindustrie kann ihren europaweit anerkannten hohen Standard in Forschung und Produktentwicklung nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeitern erhalten. "Ich freue mich", so Culik, "dass wir jungen Menschen bald eine attraktive Ausbildung in einer innovativen Industrie anbieten können." (PWK234/us)

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