Neue Lehramtsausbildung: ÖH Salzburg zieht Zwischenbilanz

Salzburg (OTS) - Seit November 2014 arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten und der Pädagogischen Hochschulen aus Salzburg und Linz, sowie die jeweiligen Hochschulvertretungen (ÖH), gemeinsam an den Studienplänen der neuen PädagogInnenbildung ‚Cluster Mitte’. Dabei soll eine gemeinsame Lehramtsausbildung für die Sekundarstufe entstehen, die mit einer Lehrberechtigung sowohl für AHS und BHS, als auch einer Lehrberechtigung für die Neue Mittelschule abschließt. "Ein Umdenken geht gerade vor sich. Es ist spannend, an der Entwicklung eines neu-konzipierten Lehramts mitwirken zu dürfen, das sich über zwei Bundesländer und viele verschiedene Hochschulen erstreckt", sagt Johanna Pillichshammer vom bildungspolitischen Referat der ÖH Salzburg. Die aktuell noch komplett getrennt verlaufenden Ausbildungsschienen der NMS und AHS/BHS könnten also bald zusammengeführt werden.

Die Herausforderung liegt darin, die Tradition und Kultur von ehemals völlig getrennt laufenden Hochschulen nun auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Dabei gibt es erstmalig seit langem die Chance, die Lehramtsausbildung großflächig im Positiven zu verändern und den Herausforderungen des modernen Schulalltags anzupassen - ganz im Sinne der Studierenden und damit im Sinne der angehenden Lehrerinnen und Lehrer. "Natürlich ist es nicht einfach, mit Traditionen eines alten Lehramtsstudiums zu brechen. Aber die Kooperation könnte sich als gewinnbringend herausstellen - für Universitäten, Pädagogische Hochschulen und letztlich natürlich am wichtigsten für die Studierenden." sagt Katharina Obenholzner vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg.

Die ÖH Salzburg ist seit Beginn der ‚Cluster Mitte’ Entwicklung aktiv involviert und gestaltet aktiv für die Studierenden die Zukunft des Lehramtsstudiums mit. Dabei ist es der ÖH Salzburg ein wichtiges Anliegen, dass die Studierbarkeit gewährleistet bleibt, Wahlfreiheiten innerhalb des Studiums erhalten bleiben um den späteren, sehr breiten Berufsfeldern Rechnung zu tragen und letztlich eine möglichst sozial-verträgliche Kombination von Studium und Praxisausbildung zu ermöglichen. "Auch Auslandssemester müssen im Rahmen eines Lehramtsstudiums möglich sein, ohne dass man direkt Semester verliert. Im Rahmen des ‚Cluster Mitte’ können hier endlich ganz neue Lösungsansätze verfolgt werden." meint Clara Kuhn vom bildungspolitischen Referat der ÖH Salzburg. Dabei bringen sich die vielen Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter dort vollkommen unentgeltlich und ehrenamtlich in den teils ganztägigen Sitzungen ein.

Endlich wird das Lehramtsstudium nicht mehr nur als Nebenprodukt von Fachstudien gesehen, sondern bekommt seinen verdienten Stellenwert auch an den Universitäten. "Viele anfängliche Fragen bezüglich Inskription, Lernplattformen oder Lehrplanentwicklung beginnen sich nun zu klären. Die zunächst abstrakten Ideen nehmen Gestalt an. Das Lehramtsstudium bekommt endlich seinen verdienten Stellenwert", merkt Maximilian Wagner vom bildungspolitischen Referat der ÖH Salzburg an. Dennoch sind noch nicht alle Fragen geklärt und somit bleiben neben den Chancen und Möglichkeiten auch noch Risiken und Unsicherheiten aus Sicht der Studierendenvertretung. Denn auch wenn die Rahmenbedingungen des ‚Cluster Mitte’ nun auf einem guten Weg zu sein scheinen, so bleiben in den einzelnen Unterrichtsfächern noch einige Fragen offen und einige Kritikpunkte zu klären.

Bild zur Presseaussendung: http://www.ots.at/redirect/oeh_salzburg

Text zum Bild: "Im Rahmen des Cluster Mitte arbeiten die verschiedenen Hochschulvertretungen der ÖH sowie die Bundesvertretung gemeinsam an möglichst guten Studienplänen. V.l.n.r.: Ann-Christin Holzinger (ÖH JKU), Clara Kuhn (ÖH Salzburg), Karl Marquardt (ÖH Bundesvertretung), Rosemarie Flotzinger (ÖH Mozarteum), Maximilian Wagner (ÖH Salzburg), Kirstin Stuppacher (ÖH Salzburg), Christoph Wallner (ÖH PHDL)."

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