Teil 3 des „Universum“-Vierteilers „Magie des Monsuns“

„Im Bann der Dürre“ am 31. März um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Monsun ist nicht gleich Regen. Das Wetterphänomen hat noch ein anderes, ein zweites Gesicht - die langen Phasen der Dürre. In dieser Zeit sorgt der Monsun etwa in Australien für verheerende Brände, weiter nördlich, in Asien, stellen Tier- und Pflanzenwelt ihren Lebenszyklus gänzlich auf den Monsun ein. Alle Lebewesen müssen in dieser Phase ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Inwiefern der Monsun die Tier- und Pflanzenwelt in ihrem Dasein bestimmt, zeigt der dritte, von Nick Lyon gestaltete Teil des in HD produzierten "Universum"-Vierteilers "Magie des Monsuns" (deutsche Bearbeitung:
Jutta Karger) anhand von eindrucksvollen Bildern am Dienstag, dem 31. März 2015, um 20.15 Uhr in ORF 2. Der vierte und letzte Teil ist am Dienstag, dem 7. April, um 20.15 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Sehr gut angepasst an die erschwerten Bedingungen während der Dürreperiode sind die wilden Wellensittiche in Australien. Im Zentrum des fünften Kontinents, dem Lebensbereich der kleinen grün-gelben Vögel, herrscht fast durchgängig Trockenheit. Nur sehr selten dringen Regenfälle bis in die Mitte des Kontinents vor. Nahrung finden die Wellensittiche in nährstoffreichen Samen, schwerer zugänglich ist Wasser. Um ihren Durst zu stillen, müssen sie weite Strecken zurücklegen. Zu Tausenden suchen sie dabei nach künstlichen Wasserlöchern. Wellensittiche, aber auch andere Vögel oder etwa Kängurus werden von den Oasen in der Wüste, die zumeist Nutztieren als Tränke dienen sollen, schier magnetisch angezogen. Die Präsenz der Sittiche lockt aber auch Fressfeinde an. Es sind Falken, die in den Schwärmen nach Beute jagen. Das nasse Vergnügen ist für die Wellensittiche daher nicht ohne Gefahr.

Ebenfalls nicht ungefährlich sind Dürre und Hitze für die Hirschziegenantilopen Indiens. Im Gegensatz zu den meisten Tieren weicht diese Antilopenart der stechenden Sonne nicht aus -stattdessen veranstalten die jungen Böcke in der Gluthitze ein besonderes Schauspiel. Die Böcke mit dem teils schwarz gefärbten Fell haben in dem sonnenversengten Grasland einen Bewährungstest zu bestehen: Nur wenn es ihnen gelingt, einen kleinen Streifen Grasland in der prallen Sonne gegen Konkurrenten zu verteidigen, haben sie auch Aussicht auf Paarung. In der brütenden Hitze, für die ebenfalls der Monsun verantwortlich ist, stehen sich die rivalisierenden Böcke gegenüber. Es geht bei diesen Kämpfen jedoch nicht nur um das Vorrecht auf die Antilopenweibchen. Es geht genau genommen um Leben und Tod. Denn zusätzlich zu den Rivalen müssen sich die Böcke vor einer weiteren Gefahr in Acht nehmen: vor indischen Wölfen. Diese observieren gelassen das Wetteifern der Böcke - und halten Ausschau nach verletzten oder erschöpften Tieren.

Mit eindrucksvollen Bildern zeigt die neue "Universum"-Reihe "Magie des Monsuns" die Macht dieses größten Wettersystems der Erde. Der Monsun ist kraftvoll, er ist Lebensspender und Zerstörer zugleich -sein Einfluss reicht von Indien über die Inseln Südostasiens bis nach Australien. Und die Magie des Monsuns hat zwei Seiten - jene des Regens im Überfluss und jene der Dürre und Hitze.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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