Steinhauser/Korun: peinlicher und primitiver Auftritt von Lehrling Strache mit Hassprediger Wilders

Parlamentarische Anfrage zu den Kosten für enormes Polizeiaufgebot.

Wien (OTS) - "Wenn der holländische Hassprediger Geert Wilders gestern in Wien vom Krieg gegen den Islam, in dem wir uns befinden, spricht und sein Lehrling Strache brav dazu nickt, wird eine ganze Bevölkerungsgruppe, in diesem Fall Muslime, zu Feinden europäischer Bevölkerungen erklärt. Das erinnert an dunkle Zeiten europäischer Geschichte und ist primitiv und peinlich", kritisieren der stellvertretende Klubobmann der Grünen im Parlament, Albert Steinhauser, und die Grüne Menschenrechtssprecherin NAbg. Alev Korun.

Für Korun ist es unerträglich, dass die FPÖ mit der Einladung von Wilders in die Hofburg dieser offenen Hasspolitik eine Bühne bietet und Hetze gegen hunderttausende Menschen in Österreich als Politikmittel zu normalisieren versucht. "Rassismus und Herumtrampeln auf der Menschenwürde dürfen nie wieder zur Normalität in Europa werden", ist Korun empört.

Verwundert ist Steinhauser auch über manche Forderung des Ultrarechts-Pärchens Strache und Wilders. "Wenn freie Ausreise für Dschihadisten gefordert wird, ist das eine sonderbare Liberalität. Warum Strache und Wilders Dschihadisten-Armeen so stärken wollen, bleibt ein absurdes Rätsel", kritisiert Steinhauser. Schon der Versuch der Teilnahme am Dschihadismus ist ein Straftatbestand und gehört im Rechtsstaat geahndet.

Für die Grünen stellt aber auch der enorme Aufwand um den Besuch Wilders ein Ärgernis da. "Herr Strache möge das nächste Mal seinen befreundeten Hassprediger Wilders in dessen Heimatland Holland treffen. Zuerst hetzt Wilders und dann muss er deshalb in Österreich mit einem Polizeiaufgebot wie bei einem Staatsbesuch beschützt werden. Zahlen lässt die FPÖ das dann die SteuerzahlerInnen", kündigt Steinhauser ein parlamentarische Anfrage zu den Kosten für den enormen Polizeiaufwand zum Wilders-Besuch an.

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