• 24.03.2015, 14:48:52
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Hotellerie zu Regierungsklausur: Keine Unterstützung der Wirtschaft möglich

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Die ÖHV fordert ein geschlossenes Auftreten der
Interessenvertreter der Wirtschaft, wenn die Regierung die Politik
gegen Arbeitsplätze fortsetzt.

Für ein Bonus-Malus-System, das nichts bringt als Mehrkosten und
keinen Arbeitsplatz schafft außer in der Bürokratie, kann es von
Seiten der Wirtschaft nach den Belastungen der letzten Woche keine
Zustimmung geben. Und es ist auch nicht im Interesse der Wirtschaft,
wenn Einsparungen durch die Senkung des FLAF-Beitrags durch
Mehrkosten für unausgegorene Bonus-Malus-Systeme zunichte gemacht
werden. Das ist nicht im Interesse von Standort und Arbeitsmarkt.
"Dagegen muss die Wirtschaft geschlossen auftreten. Wer solchen
Belastungen zustimmt, macht sich mitschuldig an Bürokratisierung und
Belastung", erklären Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die
Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Keine Zustimmung der Wirtschaft auf Kosten der Hotellerie!

Das Hochsteuerland Österreich braucht nichts dringender als
Entlastungen auf breiter Basis, die Lohnnebenkostensenkung für alle
statt 200 Mio. Euro schwere exklusive Subventionsprogramme für wenige
Betriebe auf Kosten Dritter. Denn so viel kostet die Hotels die
MwSt-Erhöhung zumindest. Sie finanzieren also börsennotierten
Konzernen eine Steuerbegünstigung für deren
Mitarbeiterbeteiligungs-Modelle und höhere Forschungsprämien. Dadurch
könnte der Eindruck entstehen, die Regierung wolle mit dem Geld der
Hotellerie die Zustimmung von Industrie und Kammerspitze kaufen. Das
darf unter keinen Umständen geschehen. "Unternehmer, die hier
Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, könnten nicht mehr darauf
vertrauen, dass ihre Interessen vertreten werden. Aus der Wirtschaft
kann es für diesen Kurs keine Rückendeckung geben. Die Wirtschaft
muss mit einer Stimme sprechen - und die muss ganz klar gegen neue
Belastungen und gegen Quersubventionen Stellung beziehen. Alles
andere wäre nicht nur ein falsches Signal, sondern Beihilfe zur
Belastung", so Hoch. Aus dem Tourismus gibt es dafür keine
Unterstützung: Die ÖHV und die Sparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft standen geschlossen gegen neue Belastungen auf.

Diskussion im Plenum: Abgeordnete sollen Farbe bekennen

Wenn die Regierung beschließt, dass die Arbeitgeber im Tourismus
draufzahlen sollen, ist der Nationalrat gefordert: "Wir appellieren
an Herz, Hirn und Rückgrat der Parlamentarier: Retten Sie
Arbeitsplätze! Sichern Sie Wertschöpfung im Land", fordern Hoch und
Reitterer. Die Belastungen müssen im Plenum diskutiert werden, vor
den Augen der Öffentlichkeit. Das würde sofort zeigen, welche
Abgeordneten sachliche Kritik offen aussprechen und wer Belastungen
schönredet.

Standortstrategie neu denken

Das Scheitern des Standortdialogs ist dokumentiert: Belastungen und
Schulden steigen, Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum gehen
verloren, Reformen werden verwässert, elementare Forderungen wie die
Lohnnebenkostensenkung werden verschleppt. In einen Standortdialog
müssen die eingebunden werden, die im Land Arbeitsplätze schaffen und
Steuern zahlen. Warum das bisher nicht geschah, ist unklar. Die
Forderung nach einer grundlegenden Reform des Standortdialogs wird
von 5.000 Unternehmen mit 17.000 Standorten, mehr als 250.000
Mitarbeitern und mehr als 32 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr getragen.
Vertreten werden diese Betriebe von den Freien Arbeitgeberverbänden
ÖHV, Gewerbeverein, Handelsverband, Reisebüroverband, Austrian
Council of Shopping Centers und Land&Forst Betriebe Österreich. Ihre
Mitglieder schaffen hier, in Österreich, Arbeitsplätze und zahlen
hier, in Österreich, Steuern. Den 6-Punkte-Plan der Freien
Arbeitgeberverbände finden Sie hier zum Download.
(http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv159)

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter
www.oehv.at/presse

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