- 24.03.2015, 12:36:16
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Leitl zur Beschäftigung Älterer: Schaffung von Arbeitsplätzen darf nicht bestraft werden
Beschäftigung von Älteren ohne diskriminierendes Quotenmodell fördern - Lohnnebenkostensenkung soll Wirtschaft beleben
Utl.: Beschäftigung von Älteren ohne diskriminierendes Quotenmodell
fördern - Lohnnebenkostensenkung soll Wirtschaft beleben =
Wien (OTS) - "Die Wirtschaft begrüßt, dass die Regierung auf ein
überaus bürokratisches und diskriminierendes Quotenmodell zur
Beschäftigung Älterer bei der Regierungsklausur verzichtet hat. Statt
Strafzahlungen braucht die Wirtschaft jetzt dringend positive
Signale. Ein Modell, welches Arbeitgeber bestraft, weil die von ihnen
beschäftigten Mitarbeiter offenbar das ‚falsche Alter‘ haben, hätte
die Stimmung in der Wirtschaft nur noch weiter verschlechtert. Wir
müssen Beschäftigung belohnen, aber wir dürfen sie keineswegs
bestrafen", bewertet es WKÖ-Präsident Christoph Leitl positiv, dass
das Bonus-Malus-Modell von der Regierung nicht beschlossen wurde.
"Arbeitsplätze schaffen kann man nur, indem man die Beschäftigung
fördert statt bestraft. Die Lohnnebenkosten zu senken ist daher ein
Gebot der Stunde." Bei der Steuerreform war eine Senkung von
Lohnnebenkosten ab 2018 mit Finanzierungsvorbehalt eher vage in
Aussicht gestellt, nun gibt es die konkretere Aussicht, dass ein
Förderprogramm zur Beschäftigung Älterer erarbeitet werden kann,
welches deren Beschäftigung in Zusammenhang mit einer
Lohnnebenkostensenkung tatsächlich unterstützt und nicht Arbeitgeber
mit der Strafkeule bedroht. Zudem sollten Förderprogramme zur
Beschäftigung Älterer mit ausstehenden Reformschritten im
Pensionssystem kombiniert werden. Leitl: "Das ist gesamthaft zu
sehen. In diesem Sinn ist die Wirtschaft gerne bereit, über ein
zweckmäßiges Modell zur Beschäftigung Älterer politische Gespräche
aufzunehmen."
Erneut betont Präsident Leitl, dass die Betriebe die Erfahrung und
das Wissen der älteren Mitarbeiter schon längst erkannt haben. "Die
Beschäftigung Älterer wuchs im vergangenen Jahr 2014 um +37.598
Personen. Diese enorme Steigerung in der Personengruppe 50+ kann
nicht allein auf die demografische Entwicklung zurückgeführt werden,
es zeigt vielmehr, dass hier bereits ein Umdenken in den Betrieben
stattgefunden hat. Betriebe beschäftigten auch ohne Strafzahlungen
bereits derzeit sehr viele und immer mehr Ältere."
Zur Arbeitsmarktlage der Älteren fährt WKÖ-Präsident Leitl fort: "Das
in den letzten Monaten gezeichnete Bild, dass die Arbeitslosigkeit
unter den Älteren besonders hoch ist, ist falsch. Unter
Berücksichtigung der Schulungsteilnehmer ist die Arbeitslosenquote
bei den Älteren niedriger als die Gesamtarbeitslosenquote. Im
Vergleich zu vor 10 Jahren hat sich die Arbeitsmarktlage der Älteren
sehr verbessert." Während 2004 die Arbeitslosenquote der Älteren
(inklusive Schulungsteilnehmer) noch um fast 1 Prozentpunkt über der
Gesamtarbeitslosenquote lag, ist sie 2014 bereits leicht (-0,1
Prozentpunkte) darunter. "Damit zeigt sich, dass die Betriebe sehr
wohl auf die Generation 50+ zurückgreifen und ältere Beschäftigte
nicht so schlechte Karten am Arbeitsmarkt haben, wie immer
fälschlicherweise behauptet wird. Den Älteren, welche ihren
Arbeitsplatz verloren haben, kann mit der forcierten
AMS-Eingliederungsbeihilfe am wirksamsten geholfen werden," so
Präsident Leitl. (RH)
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