Walser: "Schulautonomie allein ist zu wenig, wir brauchen eine grundlegende Schulreform"

Grüne fordern 340 Millionen mehr für das Unterrichtsbudget

Wien (OTS) - "Für das laufende Budget fehlen der Unterrichtsministerin etwa 340 Millionen Euro, nächstes Jahr steigt die Summe auf etwa eine halbe Milliarde", verweist Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf seine monatelangen Warnungen vor einem Budgetdesaster: "Den Kopf in den Sand zu stecken, wie es die Regierung tut, wird uns aber nicht weiterbringen."

"Die letzten vier Finanzminister der ÖVP haben allesamt dafür gesorgt, dass das Unterrichtsressort seit Jahren chronisch unterfinanziert ist", betont Walser. "Damit muss Schluss sein. Fast 95 Prozent des Unterrichtsbudgets sind für Löhne und Mietzahlungen fixe Größen, da ist der Spielraum extrem eingeengt."
Der Grüne Bildungssprecher fordert eine realistische Budgetgestaltung und das Angehen grundlegender Reformen. Er verweist auch auf mittelfristige Einsparungsmöglichkeiten: "Derzeit verpulvern wir durch das Nebeneinander verschiedener Verwaltungssysteme von Bund und den Ländern viel Geld, das pädagogisch kontraproduktive Aufrechterhalten von gleich drei Schultypen bei den 10- bis 14-Jährigen ist hausgemachte Geldvernichtung."

"Wer als Allheilmittel für den Schulbereich die Schulautonomie propagiert, hat die beiden Hauptprobleme - einen unübersichtlichen Föderalismus und die ausbleibende Reform bei der Schule der 10- bis 14-Jährigen - nicht erkannt. Das Budgetproblem wird dadurch nicht gelindert", warnt Walser vor übertriebenen Hoffnungen in die angekündigten Maßnahmen zur Schulautonomie.

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