Fußballer-Gewerkschaft besucht Bundesliga-Vereine

Information über Entgelt-Fortzahlung, Arbeitslosigkeit und Sozialfonds

Wien (OTS) - Seit Ende Jänner 2015 ist die Vereinigung der Fußballer (VdF), eine Fachgruppe der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten -Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), on Tour und besucht die Vereine der österreichischen Bundesliga. In den nächsten Wochen folgen noch Liefering, Salzburg, Hartberg, Kapfenberg, Mattersburg und Horn.

Die Kernaussage jedes Besuchs: Die VdF ist mehr als nur eine arbeitsrechtliche Vertretung der Spieler. Sie bietet das Vier-Säulen-Prinzip an: Beratung, juristische Unterstützung, Service und Vertretung nach außen. VdF-Vorstand Gernot Zirngast, der sich aktuell über 1.136 Mitglieder freut, erklärt die Informations-Offensive der Gewerkschaft so: "Die Spieler sind für uns in der Hauptrolle. Wir wollen ihnen aufzeigen, was wir alles für sie tun und worin wir sie in der Ausübung ihres Berufs unterstützen."

Folgende Themen stehen bei den Besuchen im Mittelpunkt:

- Die Entgelt-Fortzahlung

Seit 1. Juli 2014 gelten die im Kollektivvertrag neu geregelten Rahmenbedingungen für die Fortzahlung des Fixums und der Punktprämien im Verletzungs- und Krankheitsfall. Gemeinsam mit der Bundesliga konnte ein effizienteres Modell erarbeitet werden, welches die Spieler besser absichert.

- Arbeitslose Fußballer

Beinahe ein Drittel der Fußballprofis in Österreich hatten sich Anfang Juni 2014 arbeitslos gemeldet. Das AMS-Camp in Steinbrunn vom letzten Jahr war ein Erfolg, eine Wiederholung im Sommer 2015 ist leider immer noch nicht gesichert. Zirngast: "Es ist eine Challenge, das über die Bühne zu bringen. Leider sieht man an diesen Schwierigkeiten den geringen Wert des Sports in der Gesellschaft."

Die Zahlen sprechen für ein Camp: 2014 fanden 68 Prozent der Teilnehmer wieder einen Job als Fußballprofi.

Am 21. April lädt die VdF zu diesem Thema zu einer hochkarätigen Informations- und Diskussionsrunde in die ÖGB-Zentrale in Wien.

- Eigenverantwortung der Spieler Die VdF sieht sich als Beratungs-Agentur und Drehscheibe für die Spieler. Zirngast nimmt die Akteure aber ebenfalls in die Pflicht: "Sie müssen sich einbringen und in Sachen Vorsorge und Bildung auch selbst aktiv werden, um somit den Umstieg ins normale Berufsleben nach Ende ihrer Karriere leichter zu schaffen."

- Gründung eines Sozialfonds Die Idee dahinter ist, dass jede Bundesliga-Mannschaft jährlich einen Betrag einzahlt, damit Mitgliedern in Not geholfen werden kann bzw. dass man von den Spielern ausgesuchte Sozialprojekte unterstützt.

- Kindercamps Die VdF veranstaltet im Sommer 2015 wieder mehr als 30 Kindercamps zu einem sozial verträglichen Preis ab 99 Euro. Sie finden in ganz Österreich und in allen Bundesländern statt. Über 1.000 Kinder werden in den zum Großteil von ehemaligen Fußball-Profis geleiteteten Starcamps trainieren und dabei auch von aktuellen Profi-Spielern besucht, die unentgeltlich und in ihrer Freizeit zu den verschiedenen Camp-Orten fahren.

Rückfragen & Kontakt:

GdG-KMSfB
Fachgruppe Vereinigung der Fußballer (VdF)
0664/614 54 14

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