ÖAMTC: Rücktrittsrecht für Pauschalreisende nach partieller Reisewarnung für Tunis

Clubjurist rät Betroffenen, mit Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen

Wien (OTS) - Nach dem Terroranschlag in Tunesien am 18. März hat das Außenministerium für die betroffene Region eine Reisewarnung ausgegeben. Pauschalreisende, die unmittelbar vor einer Reise in das Gebiet stehen, haben dadurch das Recht auf eine Umbuchung bzw. einen kostenlosen Rücktritt vom Vertrag. "Schon bei einer über das normale Lebensrisiko hinausgehenden Gefährdung ist eine Reise nach aktueller Judikatur nicht mehr zumutbar. Die Reisewarnung des Außenministeriums für Tunis unterstreicht nun die besondere Gefahrenlage", erklärt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Er empfiehlt Betroffenen, sich dringend mit ihrem österreichischen Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen. "Kann kein gleichwertiger Ersatz für die Reise angeboten werden, hat der Kunde das Recht auf einen Rücktritt vom Vertrag", so Authried. Komplizierter gestaltet sich die Rechtslage bei gebuchten Individualreisen, bei denen Flug und Unterkunft getrennt und direkt gebucht werden. Auch hier sollte aber Kontakt mit den Vertragspartnern aufgenommen werden.

Wurde bei einem deutschen Reiseveranstalter gebucht, könnten Umbuchungen und Stornierung schwieriger werden, da es keine entsprechende Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes gibt. Auch hier rät der Clubjurist zu Gesprächen. Generell appelliert der ÖAMTC an die Reiseveranstalter, sich auch für Ziele abseits des konkreten Gefahrengebietes gegenüber ihren Kunden kulant zu zeigen.

Ist trotz allem Verhandlungsgeschick keine Einigung zu erzielen, so können sich ÖAMTC-Mitglieder kostenlos an die Rechtsberatung des Clubs wenden unter 01/711 99-21530.

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