APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Faymann, Mitterlehner und Schelling aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 13.03. bis 19.03.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Seine Präsenz stand ganz im Zeichen der Steuerreform, die Faymann gemeinsam mit Vizekanzler Mitterlehner (ÖVP) und den übrigen Verhandlungspartnern am Freitag präsentierte. "Wir bewegen mit dieser Steuersenkung die größte Steuerreform in der Geschichte der Zweiten Republik", sagte der Bundeskanzler. Neben den bereits bekannten Punkten wie der Senkung des Eingangssteuersatzes und der Registrierkassenpflicht für Unternehmer, ließen Faymann und Mitterlehner mit einer überraschenden Novelle aufhorchen: Um die Bekämpfung von Steuerbetrug zu erleichtern, soll das Bankgeheimnis deutlich gelockert werden. Durch die Verhinderung von Steuerhinterziehung verspricht sich die Regierung 700 Millionen Euro jährlich. "Ich bin überzeugt, das Paket ist ausgewogen und fair, es bleibt mehr Netto vom Brutto und Sie bezahlen es sich nicht selbst", äußerte Faymann seine relative Zufriedenheit mit dem Endergebnis, obwohl die SPÖ während den Verhandlungen von Forderungen nach Vermögens- und Erbschaftsbesteuerungen abgerückt war. Positiv angetan zeigten sich auch andere SPÖ-Politiker: Pensionistenvertreter Karl Blecha sieht seine Forderungen "zu 100 Prozent erfüllt". ÖGB-Chef Erich Foglar lobte eine "deutliche Entlastung für die Menschen". Als "kümmerliches Paketchen" und "PR-Gag" bezeichneten die Oppositionsparteien die Steuerreform. Experten bekundeten Zweifel an der Gegenfinanzierung.

Als Neueinsteigerin der Woche positionierte sich die niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich) auf Platz sechs im Ranking. In der Causa Seenkauf legte Kaufmann-Bruckberger laut der Online-Ausgabe von "Profil" vor der Korruptions- und Wirtschaftsstaatsanwaltschaft ein Geständnis ab. Die vormals in der FPÖ, dem BZÖ und dem Team Stronach tätige Politikerin gab zu, im Jahr 2007 über ein in den Grundstückskauf involviertes Maklerbüro 700.000 bis 800.000 Euro an das Kärntner BZÖ - damals unter der Führung des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider - weitergeleitet zu haben. Der Anwalt von Kaufmann-Bruckberger bestätigte gegenüber "profil.at" das Geständnis seiner Mandantin, betonte jedoch, sie habe lediglich "auf Auftrag" und "gegen ein kleines Salär" gehandelt. Die niederösterreichische Landesrätin belastet mit ihren weiteren Aussagen auch eine Reihe von anderen, ehemaligen BZÖ-Politikern. Für alle Personen gilt die Unschuldsvermutung.

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