vida: Problem der Altersarbeitslosigkeit wird nicht alleine vom Markt gelöst werden

vida-Gewerkschafter Hebenstreit fordert Anreizsystem wie das geplante Bonus-Malus-System für Unternehmen zur Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS) - "Das Problem der Altersarbeitslosigkeit wird nicht alleine vom Markt und den Unternehmen gelöst werden", sagt vida-Gewerkschafter Roman Hebenstreit. Der Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida fordert deshalb die Einführung von Anreizsystemen zur Steigerung der Zahl der Beschäftigten über 55 Jahren. "Wie im Regierungsprogramm paktiert, muss deshalb zumindest rasch das Bonus-Malus-System eingeführt werden, das Betriebe, die mehr ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen, belohnt", fordert Hebenstreit.++++

Diese praktikable Maßnahme wäre ein Anfang, um das Problem der überaus hohen Altersarbeitslosigkeit endlich besser in den Griff zu bekommen, so der vida-Gewerkschafter weiter. Dass bisherige Maßnahmen "bei weitem nicht ausreichend gefruchtet haben", belege die Statistik: Von 293.178 heimischen Betrieben beschäftigen 199.340 bzw. 68 Prozent keine ArbeitnehmerInnen über 55 Jahre (Quelle: "Am Arbeitsmarkt 55+", Synthesis-Studie 2012, AMS).

"Wir müssen diesen Entwicklungen mit entsprechenden Anreizsystemen rasch gegensteuern, denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen über zwei Jahren seit der Synthesis-Erhebung für die Gruppe der über 55-jährigen weiter verschärft. Sonst würden die Übertritte aus der Arbeitslosigkeit oder Notstandshilfe in die Pension im ASVG-Bereich weiter zunehmen", warnt Hebenstreit.

Die Beschäftigungsquote bei den 55-Jährigen sei 2014 zwar um knapp acht Prozent gegenüber 2013 gestiegen. Die Arbeitslosenquote habe bei den 55 bis 59-Jährigen aber rund zehn Prozent betragen und bei den über 60-Jährigen sogar rund 13 Prozent ausgemacht. "Das bedeutet, das Beschäftigungsverhalten der meisten Unternehmen muss sich ändern. Und dafür brauchen wird das Bonus-Malus-System, das einen wirksamen Anreiz schafft, mehr Ältere zu beschäftigen", bekräftigt Hebenstreit.

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