ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“ zu den Nürnberger Prozessen und Michael Hanekes „Così fan tutte“

Außerdem: „Die wahren Inglourious Basterds“, „Ein Mann für alle – Rudolf Kirchschläger“ und Operettenverfilmung „Astoria“

Wien (OTS) - Vor 70 Jahren begannen die Nürnberger Prozesse, im Zuge derer in einem mehrjährigen Gerichtsverfahren die Hauptkriegsverbrecher des Nazi-Regimes verurteilt wurden. Der "zeit.geschichte"-Hauptabend nimmt dies zum Anlass, am Samstag, dem 21. März 2015, die ersten beiden Folgen des Doku-Vierteilers "Das Dritte Reich vor Gericht" (20.15 Uhr und 21.00 Uhr) in österreichischer Erstausstrahlung zu zeigen. Danach ist mit "Die wahren Inglourious Basterds" (21.45 Uhr) die haarsträubende, aber wahre Geschichte hinter Quentin Tarantinos erfolgreichem Kinofilm erstmals im österreichischen TV zu sehen. Anlässlich seines Geburtstags vor 100 Jahren erinnert Ernst Trosts Porträt "Ein Mann für alle - Rudolf Kirchschläger" (22.30 Uhr) an Stationen aus dem privaten und politischen Leben des ehemaligen Außenministers und Bundespräsidenten.

Am Sonntag, dem 22. März, holt "Operette sich wer kann" um 17.40 Uhr mit der Verfilmung Herbert Küsters "Astoria" mit u. a. Fritz Muliar und Peter Minich einen seltenen Schatz aus den Archiven. Der "Erlebnis Bühne"-Abend steht anlässlich seines Geburtstags am 23. März dann ganz im Zeichen des österreichischen Starregisseurs Michael Haneke und seiner Inszenierung von "Così fan tutte". Zur Einstimmung zeigt das "Künstlerporträt" ein "KulturWerk" (19.30 Uhr), in dem Barbara Rett mit dem Österreicher, der für Filme wie "Die Klavierspielerin", "Caché" und "Amour" mit internationalen Preisen überhäuft wurde, über seine jahrzehntelange kompromisslose Arbeit und seinen radikalen Blick auf gewalttätige Elemente unserer Gesellschaft spricht. Im Hauptabend folgt dann um 20.15 Uhr Hanekes zeitgenössische Inszenierung der Mozart-Oper "Così fan tutte", die im Februar 2013 am Teatro Real in Madrid ihre Bühnenpremiere feierte. Für seine klassisch-klare Interpretation und die höchste schauspielerische Präzision erntete Michael Haneke hymnische Kritiken. Die von den Medien als "Opernproduktion des Jahres" umjubelte Aufführung stand unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling. Haneke entschied sich zudem für ein junges und unbekanntes, aber musikalisch und schauspielerisch hervorragendes Ensemble und legte damit Anett Fritsch (Fiordiligi), Paola Gardina (Dorabella), Andreas Wolf (Guglielmo) und Juan Francisco Gatell (Ferrando) den Grundstein für eine internationale Karriere.

Die Details zum "zeit.geschichte"-Hauptabend

Als die Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs die ganze Dimension der Verbrechen des "Dritten Reichs" erkannten, war klar, dass sie sich mit einer einfachen Kapitulation nicht begnügen würden. Ergebnis der Überlegungen war das internationale Militärtribunal, dessen Verhandlungen als "Nürnberger Prozesse" in die Geschichte eingingen. Der Doku-Vierteiler "Das Dritte Reich vor Gericht" beleuchtet diesen mehrjährigen Gerichtsprozess, für den im November 1945 das internationale Militärtribunal zum ersten Mal in Nürnberg zusammentrat, in österreichischer Erstausstrahlung. ORF III zeigt diese Woche die ersten beiden Teile, Teil drei und vier folgen am kommenden "zeit.geschichte"-Samstag zur gleichen Sendezeit. Anschließend blickt die Dokumentation "Die wahren Inglourious Basterds" (21.45 Uhr) auf die unglaubliche Geschichte hinter Quentin Tarantinos Kinofilm: Eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland wagt sich hinter die feindlichen Linien, um Rache zu üben. Augenzeugenberichte von Veteranen des amerikanischen Geheimdienstes OSS, packende Spielszenen und Archivmaterial thematisieren den erfolgreichsten verdeckten Einsatz im Zweiten Weltkrieg.

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