LH Platter fordert Solidarität der EU und der Nachbarländer ein

Nach Tunnelanschlag zum BBT-Hauptstollen

Innsbruck (OTS) - In seiner Eröffnungsansprache des Kongresses TEN-T in Action anlässlich des Baustarts für den Hauptstollen des Brenner Basistunnels bekräftigte Tirols Landeshauptmann Günther Platter seine Forderungen an die Europäische Verkehrspolitik. "Ich möchte mich zunächst bei EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, allen Verkehrsministerinnen und -ministern, Koordinator Pat Cox, BBT-Vorstand Konrad Bergmeister und allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern dafür bedanken, dass wir beim Brenner Basistunnel an einem Strang ziehen und so eine zukunftsweisende Schieneninfrastruktur schaffen, durch die wir die Bevölkerung vom Straßengüterverkehr entlasten können."

Tirol stellt drei Forderungen

Mit dem längsten Eisenbahntunnel der Welt allein sei es auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verlagerung des Transitverkehrs noch nicht getan, erklärte Platter, der drei Forderungen aufstellte:

Die Nachbarstaaten Deutschland und Italien müssten zu ihren Verpflichtungen stehen und rechtzeitig für den Bau der Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel sorgen. Des Weiteren müsse die EU Rahmenbedingungen für eine effiziente Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene schaffen. "Unser gemeinsames Ziel muss die Halbierung des Transitverkehrs auf der Straße sein. Dazu brauchen wir Instrumente wie die Alpentransitbörse", fordert Platter. Es könne nicht akzeptiert werden, dass der Lkw-Verkehr am Brenner schrankenlos zunimmt. "Wir brauchen eine Reglementierung."

Als weitere Maßnahme plädiert Tirols Landeshauptmann für eine Korridormaut von München bis Verona. Die deutlich höhere Lkw- Maut in Tirol im Vergleich zu den Nachbarländern bewirke nur einen geringen Verlagerungseffekt, schade aber gleichzeitig der Tiroler Wirtschaft, betont Platter. "Das gemeinsame, grenzüberschreitende Ziel muss es aber sein, die Bevölkerung wirkungsvoll zu entlasten. Durch den Ausbau der Schienenwege mit dem Herzstück BBT bieten wir der Transportwirtschaft eine umweltfreundliche Alternative an. Es muss aber auch sichergestellt werden, dass diese angenommen wird", schließt der Landeshauptmann.

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