„Kulturmontag“ mit Ziegler, Lohner, Schenk, Serafin, Pipilotti Rist und Udo Kier

Außerdem: Kulturdokumentation „Die Kunst der Verdichtung – Der Zeichner Nicolas Mahler“

Wien (OTS) - Zu einem hochkarätigen "Kulturmontag" begrüßt Martin Traxl am 23. März um 22.30 Uhr in ORF 2: Der Globalisierungskritiker Jean Ziegler ist mit seinem neuen Buch zu Gast im Studio. Helmuth Lohner, Otto Schenk und Harald Serafin geben im ausführlichen Interview gewohnt erfrischende Einblicke. Der Anlass: Die bevorstehende Premiere von "Schon wieder Sonntag" in den Wiener Kammerspielen. Ebenfalls im großen "KuMo"-Interview: Udo Kier anlässlich des Flimmit- und DVD-Starts der neuen David-Schalko/ORF-Serie "Altes Geld". 30 Schaffensjahre in der Kunsthalle Krems - der "Kulturmontag" taucht in das Oeuvre der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist ein. Ebenfalls in dieser Ausgabe: Die Kulturdokumentation "Die Kunst der Verdichtung - Der Zeichner Nicolas Mahler".

Treff-Sicher: Jean Zieglers Attacke auf die Weltordnung - Der Globalisierungskritiker mit seinem neuen Buch zu Gast im Studio

Jean Ziegler ist der Popstar unter den Globalisierungskritikern:
Lustvoll legt er sich an mit mächtigen Konzernen der Welt wie den Nahrungsproduzenten Nestlé. "Ein Kind, das heute verhungert, wird ermordet", lautet einer seiner berühmtesten Sätze. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte verfüge die Menschheit über die Ressourcen, Hunger und Krankheiten zu besiegen - und doch besäßen ein Prozent der Reichsten genauso viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent von uns. Auf den kalten Krieg sei nach Ansicht des Schweizer Soziologieprofessors etwas Schlimmeres gefolgt: "Die Tyrannei der Oligarchen des globalen Finanzkapitals". Denn während der Kaffeepreis in Europa steige, würden die Löhne der südamerikanischen Kaffeebauern sinken.
In welcher Welt wollen wir leben? Diese Frage stellt Ziegler, heute Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrates, mit unverminderter Lautstärke. In seinem neuen Buch "Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen" blickt er zurück auf das, was er bisher erreicht hat, und liefert Analysen, die helfen, die Weltordnung und ihre Widersprüche besser zu verstehen. Ziegler, der 1964 Che Guevara für zwölf Tage während der Weltzuckerkonferenz durch Genf chauffierte, liebt die Provokation:
"Ich halte es mit Karl Kraus, der sagte, er schieße gern übers Ziel hinaus, aber selten daneben", so Ziegler. Im "Kulturmontag" ist Jean Ziegler live zu Gast.

Gipfel-Treffen: Die drei großen alten Herren - Lohner, Schenk und Serafin in den Wiener Kammerspielen

Ein Leben zwischen Pillen, Püree und Bettpfanne: Das Altersheim ist kein Honigschlecken. "Schon wieder Sonntag" heißt die dazu passende Komödie des britischen Autors Bob Larbey, die kommende Woche in Starbesetzung in den Wiener Kammerspielen Premiere hat. Otto Schenk spielt den hinfälligen Cooper, Harald Serafin dessen sensiblen Freund Aylott, im Regiestuhl sitzt Altmeister Helmuth Lohner. Gemeinsam ergründen die drei großen alten Herren des Wiener Theaterlebens mit viel sarkastischem Witz die Abgründe der Hinfälligkeit. Man vertreibt sich die Zeit mit Schachpartien, kleinen Flirts und hübschen Krankenschwestern (Hilde Dalik). Im ausführlichen "Kulturmontag" -Gespräch geben Lohner, Schenk und Serafin nicht nur Auskunft über die Neuproduktion des Boulevard-Klassikers aus dem Jahr 1985, sondern erzählen auch sehr persönlich von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Älterwerden, worüber Otto Schenk unlängst in einem Interview mit der Zeitschrift "News" gesagt hat: "Wenn ich bedenke, dass der Papst jünger ist als ich, wird mir schlecht."

Sinnes-Erfahrung: Die Videokünstlerin Pipilotti Rist - 30 Schaffensjahre in der Kunsthalle Krems

Ihren Vornamen änderte sie zu Beginn ihrer Karriere von Elisabeth Charlotte auf Pipilotti, weil sie mit der lebensfrohen, fantasievollen und gesellschaftliche Zwänge verachtenden Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf eine Art Seelenverwandtschaft verbindet. Seither ist ihr Name Programm: Die Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist fordert Besucher/innen ihrer Ausstellungen erfolgreich zum Ungehorsam auf. Entspannt lümmeln Besucher/innen auf Sofas und richten ihren Blick auf das sinnliche Treiben an der Decke oder werden selbst zur Projektionsfläche farbenprächtiger Naturschauspiele. Kunst soll mit allen Sinnen erlebt werden. Einmal ist es eine faszinierende Unterwasserwelt, in der sich nackte Körper tummeln, dann eine Blumenwiese oder ein betörender Liebesakt, der - nicht im pornografischen Sinn - der Betrachterin und dem Betrachter quasi unter die Haut geht. Pipilotti Rists Videoarbeiten sind eine Reflexion über Geschlechterrollen, die menschliche Existenz an sich und das Verhältnis des Menschen zur Natur. Vor allem in ihren ersten Videoarbeiten aus den 1980er Jahren brach Pipilotti Rist gekonnt mit dem voyeuristischen Blick von Film und Medien auf die Frau als Objekt. Seither gilt sie als feministische Künstlerin. Die Kunsthalle Krems zeigt mit Werken aus rund 30 Schaffensjahren eine der bisher größten Einzelausstellungen einer der bedeutendsten Medienkunstschaffenden der Gegenwart. Der "Kulturmontag" taucht ein in Rists Kunst-Universum.

Böse-Wicht: Zu Besuch bei Udo Kier - Der Hollywood-Star in der neuen ORF-TV-Serie "Altes Geld"

Er hat in mehr als 200 Filmen mitgewirkt, ist Hollywoods liebster deutscher Bösewicht und eine Kultfigur des Independent Films: Udo Kier. Mit Madonna hat er Musikvideos gedreht, er war Andy Warhols Dracula und ist in den Filmen des dänischen Regie-Exzentrikers Lars von Trier ebenso zu sehen wie in Blockbustern à la "Blade", "Armageddon" oder "End of Days" an der Seite von Arnold Schwarzenegger. Für David Schalkos neue ORF-TV-Serie "Altes Geld", die am 27. März auf der Online-Plattform Flimmit veröffentlicht wird, hat der 70-jährige Tausendsassa den Part des verstorbenen Gert Voss übernommen. Der "Kulturmontag" hat Udo Kier in seiner Wahlheimat Palm Springs in Kalifornien zum Interview getroffen und mit ihm über seine Karriere, Hollywood und seine Liebe zur Kunst gesprochen.

Der "Kulturmontag" - produziert in HD - wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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