ÖGB-Achitz: Die Steuerentlastung ist beschlossen – jetzt brauchen die Menschen Arbeit

Bonus-Malus-System erhöht Beschäftigungsquote Älterer und sichert so das Pensionssystem ab

Wien (OTS) - "Die vom ÖGB durchgesetzte Lohnsteuer-Entlastung ist ein großer Erfolg. Damit die Menschen davon profitieren, brauchen sie aber Arbeit", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, "deshalb muss jetzt endlich etwas weitergehen bei der Umsetzung der entsprechenden Punkte des Regierungsprogrammes. Oberste Priorität muss das Bonus-Malus-System haben, denn die Arbeitslosigkeit bei den Älteren ist unerträglich hoch."++++

"Das Bonus-Malus-System erhöht die Beschäftigungsquote der Älteren -und ist somit der beste Weg, um das Pensionssystem zu entlasten", sagt Achitz. Es sieht vor, dass Unternehmen mit überdurchschnittlich vielen älteren Beschäftigten einen Bonus erhalten, mit dem sie zum Beispiel Investitionen in alternsgerechte Arbeitsplätze finanzieren können. "Zur Finanzierung dieses Bonus sollen diejenigen Firmen etwas beitragen, die zu wenige Ältere beschäftigen", so Achitz.

Achitz erinnert daran, dass im Regierungsprogramm eindeutig ein Bonus-Malus-System vorgesehen ist, das in den Regierungsverhandlungen mit dem damaligen ÖVP-Chefverhandler und jetzigen Finanzminister Hans Jörg Schelling vereinbart wurde. "Mit einem reinen Belohnungssystem, wie das manche Unternehmervertreter gerne hätten, ist es jedenfalls nicht getan. Dann streifen jene Firmen, die ohnehin genug Ältere beschäftigen, das Geld ein, und bei den anderen tut sich gar nichts."

Keine Einschnitte in Sozial- und Pensionssysteme

Eine Abfuhr erteilt Achitz jenen, die die Steuerreform anscheinend mit Pensionskürzungen gegenfinanzieren wollen: "Wir haben immer gefordert, dass sich die ArbeitnehmerInnen ihre Lohnsteuer-Entlastung nicht selbst bezahlen werden. Deswegen lehnen wir Einschnitte in Sozial- und Pensionssysteme ab", so Achitz. Die notwendigen Reformschritte im Pensionsbereich sind bereits umgesetzt und voll wirksam. Das faktische Pensionsantrittsalter ist von 2013 auf 2014 um 13,2 Monate gestiegen. "Offen ist neben der Teilpension noch die Aufnahme der Beamtenpensionen ins Pensionsmonitoring. Das wäre ein wesentlicher Schritt, um der Panikmache über die angebliche Unfinanzierbarkeit des Pensionssystems den Boden zu entziehen."

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