AK Unternehmensmonitor: Unternehmen finanziell gut gerüstet

Eigenkapital und Zahlungsfähigkeit können sich trotz konjunkturell angespannter Lage sehen lassen

Wien (OTS) - Solide finanzielle Basis, stabile Ertragslage und ein neuerlicher Rückgang bei den Dividenden-Ausschüttungen: So lassen sich die Ergebnisse des AK Unternehmensmonitors zusammenfassen, der zum fünften Mal in Folge erstellt wurde. Untersucht wurden die Jahresabschlussdaten für das Wirtschaftsjahr 2013 von 1.370 Unternehmen. Unternehmer dürfen sich weiter über zweistellige Renditen freuen.

Summa summarum kann Österreichs Unternehmen ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Vor allem bei der finanziellen Stabilität können die Betriebe punkten. Die Eigenkaptalquote liegt bei hervorragenden 44,7 Prozent, die Unternehmen verfügen also über einen ausreichend hohes Krisenpolster. Auch die Zahlungsfähigkeit kann sich sehen lassen: Sie liegt im Durchschnitt bei 106,8 Prozent (gemessen wird das Verhältnis von kurzfristigem Umlaufvermögen zu kurzfristigem Fremdkapital).

Die Gewinnsituation der Unternehmen selbst kann als stabil bezeichnet werden. Die EBIT-Marge lag 2013 bei 3,9 Prozent. Rund 79 Prozent erwirtschaften positive EBIT-Raten, mehr als ein Viertel kommt sogar auf Margen von mehr als 6,0 Prozent.

Erstmals während des Untersuchungszeitraumes hat die Steuerquote der untersuchten Unternehmen die 20-Prozent-Marke überschritten. Konkret betrug die Steuerleistung 20,2 Prozent. Damit ist die Steuerquote noch immer deutlich vom nominellen Körperschaftsteuersatz in der Höhe von 25 Prozent entfernt.

Leicht positiv entwickelte sich auch die Beschäftigung, sie nahm um 0,6 Prozent auf 573.347 Vollzeitbeschäftigte zu.

Erfreulich aus Sicht der AK ist die Entwicklung der Dividenden-Ausschüttungen. Zum zweiten Mal in Folge lagen diese unter den Investitionen in Sachanlagen. Konkret wurden 87,5 Prozent der Investitionen ausgeschüttet. Abzuwarten bleibt natürlich, ob die Unter-nehmen diese begrüßenswerte Strategie auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Und dennoch muss bei diesem Punkt drauf hingewiesen werden, dass noch immer ein Drittel der Löhne und Gehälter in Form von Dividenden an die Eigentümer ausgeschüttet werden (konkret 33,2 Prozent). Diese dürfen sich im Übrigen weiterhin über beachtliche Renditen auf ihr eingesetztes Kapital freuen: 2013 machte die Eigenkapitalrentabilität 11,2 Prozent aus - Renditen, von denen Otto-Normal-Sparer nicht einmal träumen kann.

Punkto Investitionen ist zudem anzumerken, dass diese insgesamt zurückgehen und noch sehr deutlich unter den Vorkrisenjahren, aber zumindest über den Abschreibungen liegen. Um die Konjunktur wieder anzukurbeln, bedarf es jedenfalls eines deutlichen Anstiegs der Investitionstätigkeit der Unternehmen.

AK Präsident Rudi Kaske zum Ergebnis: "Die sinkenden Dividenden-Ausschüttungen lassen hoffen, dass bei den Unternehmen ein Umdenken einsetzt. Wir fordern jedenfalls, dass mehr Geld in die Betriebe gesteckt als ausgeschüttet wird, um für einen nachhaltige positive wirtschaftliche Entwicklung und den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu sorgen."

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