Blecha: Wirtschaft dabei unterstützen, dass sie mehr Menschen ab 50 beschäftigt

In meisten Firmen herrscht immer noch „Alte-Eisen“-Mentalität

Wien (OTS) - "In den meisten Firmen und vor allem Personalbüros, herrscht offenbar immer noch die Meinung, Menschen über 50 gehören zum sprichwörtlichen ‚Alten Eisen‘. Anders sind die heute von der Arbeiterkammer veröffentlichten Zahlen nicht zu interpretieren, wonach zwei Drittel der Unternehmen mit über 25 Beschäftigten deutlich zu wenige Ältere in ihrem Personalstand haben", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha. ****

Blecha: "Die Wirtschaft muss dabei unterstützt werden, dass sie mehr Frauen und Männer ab 50 Jahre beschäftigt und einstellt. Das Urteil ‚zu alt‘ hat heute nichts mehr verloren! Die Firmen und hier vor allem die Personalchefs müssen vielmehr das Potential und die Chancen älterer Arbeitnehmer erkennen. Denn ältere, erfahrene Mitarbeiter sind ein Gewinn für jedes Unternehmen. Sie punkten mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen, Urteilsfähigkeit, hohem Verantwortungsgefühl, Fleiß, Engagement und sind besonders loyal", so Blecha.

Der Pensionistenverbands-Präsident verwies überdies auf das IHS, das kürzlich nachgewiesen hat, dass eine höhere und längere Beschäftigung älterer Menschen, keine Nachteile für junge Leute am Arbeitsmarkt darstellt.

Im vieldiskutierten Bonus-Malus-System sieht Blecha die Chance für Unternehmen, zusätzlich finanzielle Unterstützung zu bekommen, wenn sie mehr Ältere Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen. Blecha verwies auf das von SPÖ und ÖVP beschlossene Regierungsübereinkommen, das auch von Vertretern der Wirtschaft mitbeschlossen wurde. Im Regierungsproramm ist festgehalten, dass "für Betriebe ab 25 MitarbeiterInnen eine Beschäftigungsquote für ältere ArbeitnehmerInnen festgelegt wird und die geforderte Beschäftigungsquote der Altersgruppen 55-59 und 60 plus nach dem Branchendurchschnitt getrennt nach Geschlecht berechnet wird."

Für Blecha sind das die Grundlagen dafür, um in der Öffentlichkeit, in der Wirtschaft ein Bewusstsein und damit auch die Verpflichtung dafür zu schaffen, dass ältere Menschen ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Arbeitswelt sind und nicht einfach ignoriert werden können. Blecha abschließend: "Mit dem Bonus-Malus-System können wir das ‚Zu alt für die Arbeit, zu jung für die Pension‘-Problem lösen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Reformeifer der Regierung zu nützen, das Bonus-Malus-System zu beschließen und damit eine wirksame Maßnahme in Kraft zu setzen, um die hohe Arbeitslosigkeit bei Älteren zu reduzieren!" (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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