SGKK: Richtigstellung zur Behandlung der Netzhautablösung in Salzburg

Augenerkrankung: Panikmache auf Kosten der Patienten

Salzburg (OTS) - Netzhautablösung (Makuladegeneration), eine Krankheit, die zur Erblindung führt, kann mit speziellen Injektionen ins Auge verzögert werden. Diese operativen Eingriffe finden in Salzburg in der Augenklinik der SALK erfolgreich statt. Das Land Salzburg plant im Gesundheitsbereich offensichtlich Einsparungen und will unter anderem auch diese Operationen von öffentlichen Spitälern zu den niedergelassenen Augenärzten verlagern. Dies ist derzeit nirgendwo in Österreich der Fall, da die verwendeten Medikamente für die Nutzung im niedergelassenen Bereich noch nicht ausreichen abgeklärt sind. Die Salzburger Gebietskrankenkasse hat bei laufenden Verhandlungen mit dem Land betont, dass österreichweit bereits an Lösungen gearbeitet wird. Ziel ist allerdings nicht eine Einsparung, sondern eine Verbesserung für die Patienten - "und das ist bei Ho-Ruck-Verlagerungen durchaus komplexer Eingriffe nicht der Fall", wie SGKK-Obmann Andras Huss betont.

Gesundheitslandesrat Stöckl lies medial verbreiten, dass Patienten mit Netzhautablösung nicht mehr in der Augenklinik behandelt werden können, weil dies eigentlich eine Zuständigkeit der Salzburger Gebietskrankenkasse im niedergelassenen Bereich sei. Er argumentierte zudem mit einem "Transportproblem" (schlecht sehende Patienten aus dem Innergebirg könnten das Krankenhaus gar nicht erreichen). Dazu merkt die SGKK an, dass Krankentransporte in solchen Fällen eine Standardleistung der Krankenversicherung sind.
Eine Verlagerung der Eingriffe in den niedergelassenen Bereich ist möglich, das zeigen internationale Beispiele. Allerdings müssen dafür die Infrastruktur, das Knowhow der Ärzte, die Zulassung der Medikamente und der organisatorische Ablauf geklärt werden. Zudem legt die Gesundheitsreform fest, dass Leistungen dort erbracht werden sollen, wo sie für den Patienten AM BESTEN und für die öffentliche Hand insgesamt am wirtschaftlichsten zu erbringen sind. Die Länder haben die Thematik in die österreichweite Medikamentenkommission eingebracht (in der sie mit Bund und Sozialversicherung vertreten sind), bislang allerdings keine Unterlagen dazu geliefert (auch das Land Salzburg nicht).
Gespräche zu einer Verbesserung der Versorgung bei Makuladegeneration laufen - in Salzburg und in Österreich. "Mediale Panikmache und Angstdrohungen an Patienten tragen zu keiner zufriedenstellenden Lösung bei", stellt Andreas Huss klar.

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