Jagende Hunde gefährden Wildtiere, Menschen und sich selbst

VIER PFOTEN bittet um Rücksicht: Hunde jetzt lieber an die lange Leine nehmen!

Wien (OTS) - Wird beim Hund der Jagdinstinkt geweckt, gibt es oft kein Halten mehr - und das kann Wildtieren zum Verhängnis werden. Da Rehe, Hasen und Co. im Frühling oft ihre Jungen bekommen, bittet VIER PFOTEN in diesen Monaten Hundehalter um Rücksicht: Ihre Lieblinge sollten im Wald keinesfalls frei, sondern nur an der langen Leine laufen.

VIER PFOTEN weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Hunde im Jagdfieber auch Menschen oder sich selbst gefährden können, etwa wenn sie unkontrolliert über die Straße laufen . Außerdem dürfen Jäger in den meisten Fällen Hunde, die jagen, laut den Jagdgesetzen der Bundesländer zum Schutz der Wildtiere töten.

Für den Hund ist die Jagd ein natürliches und selbstbelohnendes Verhalten. "Es ist ein tief in den Genen verankerter Urtrieb des Hundes", erklärt Irina Fronescu, Kampagnenmitarbeiterin von VIER PFOTEN. "Je nach Rasse ist dieser unterschiedlich stark ausgeprägt und wird geweckt, sobald der Hund etwas wahrnimmt, das Beute verspricht: ein Rascheln, Bewegungen, Gerüche…". Sofort konzentriert sich das Tier völlig auf die anstehende Jagd und ist für Rückrufe des Halters unempfänglich. Die Beute wird verfolgt und schlimmstenfalls getötet.

Daher rät Irina Fronescu: "Halter sollten ihren Hund dort, wo mit Wild zu rechnen ist, und gerade im Frühjahr, wenn viele Jungtiere geboren werden, an eine Schlepp- oder Laufleine nehmen. Damit können Sie sich und Ihrem Tier viele Unannehmlichkeiten ersparen. Viele wissen auch nicht, dass Jäger jagende Hunde zum Schutz der Wildtiere in den meisten Fällen erschießen dürfen."

Zusätzlich kann ein Training sinnvoll sein, bei dem der Hund lernt, in der Nähe des Halters zu bleiben und auf dessen Rufe zu reagieren. Belohnen ist hier wichtig: Ein bestimmtes Wort, eine Zuwendung oder ein Leckerli können das Belohnungsgefühl auslösen und den Halter interessanter als das Reh oder Kaninchen machen.

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