"Karls Garten" am Karlsplatz erwacht aus dem Winterschlaf

Der "Urban Gardening"-Erfolg begeisterte die WienerInnen im vergangenen Jahr und startet jetzt mit neuen Partnern und Projekten in den Frühling

Wien (OTS) - Nach einem erfolgreichen ersten Jahr startet Wiens größter öffentlicher Schau- und Forschungsgarten mit neuen Partnern und verschiedenen Projekten in die beginnende Gartensaison. Neben beachtlichen Ernteerfolgen und entscheidenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zum urbanen Gärtnern wurden auch zahlreiche Besucher angelockt.

Seit seiner Eröffnung im April letzten Jahres konnte der "Karls Garten" bereits beträchtliche Erfolge erzielen. In der Saison 2014 besuchten täglich rund 200 Gäste und Anrainer die 2.000 m2 Grün- und Erholungsflächen im Zentrum der Stadt. Abgesehen von verschiedenen Veranstaltungen rund ums Garteln, zogen über 50 biologisch angebaute Obst-, Gemüse- und Getreidesorten die Wiener an. Auch die Ernteerträge konnten sich sehen lassen: Trotz Schlechtwetter im Sommer wurden zum Beispiel über 27kg "Wiedener Blütenhonig" gewonnen.

"Der Erfolg von KarlsGarten im ersten Jahr zeigt das Potential von 'Urban Gardening' in Wien" so Obmann Andreas Wiesmüller. "Die Bevölkerung nimmt den Schaugarten sehr interessiert an und die wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen die Unbedenklichkeit der Ernte."

Forschungsergebnisse bestätigen Unbedenklichkeit der Ernte

Ein Großteil der ersten Ernte diente einer wissenschaftlichen Untersuchung im Rahmen der Diplomarbeit "Urbanes Gärtnern" am Institut für Ingenieursbiologie der BOKU Wien. Sie behandelte die Eignung der Anbaumethoden im "Karls Garten" und die Erträge von Gemüsepflanzen in Dachbegrünungssubstraten - insbesondere von Melisse, Minze, Kapuzinerkresse, Mangold und Roten Rüben. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand waren externe Effekte auf die Substrate selbst. Gerade der Verkehrsknotenpunkt Karlsplatz bot sich an, um zu untersuchen, inwiefern sich Feinstaub- und CO2-Ausstoß der Autokolonnen auf die Pflanzen auswirken. Das interessante Ergebnis:
Es wurden keine messbaren Belastungsspuren nachgewiesen. Die Eignung der Substrate für den Anbau von Nutzpflanzen konnte damit bestätigt werden.

Maßgeblich an der Finanzierung des Schau- und Forschungsgartens war die S+B Gruppe AG und ihr Vorstand DI Reinhard Schertler sieht sich bestätigt in der Unterstützung des Projektes "Karls Garten": "Für uns ist besonders interessant zu sehen, wie 'Urban Gardening' in einer derart exponierten Lage wirklich optimal funktioniert. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang, wie sich die verschiedensten Ideen und Ansätze für zukünftige Freiflächengestaltung umsetzen lassen. Wir sind stolz als erster Projektentwickler hier hautnah an den Entwicklungsprozessen und Ergebnissen Teil zu haben."

Zuwachs: FloraSelf und SPAR sind "Karls Garten"- Partner

Neben der bewährten Zusammenarbeit mit der S+B Gruppe freut sich das "Karls Garten"- Team über seine zwei neue Kooperationspartner, so Andreas Wiesmüller: "Wir sind stolz so tolle und engagierte Partner, die unsere Liebe für urbanes Gärtnern und alten Sorten teilen, gewonnen zu haben."

Gemeinsam mit der Gartenmarke FloraSelf sieht sich der "Karls Garten" in einem spannenden Anwendungsprojekt als Botschafter für natürliche Anbauerden. Ziel ist es, praxisorientierte, hochwertige Produkte für die städtische Landwirtschaft weiterzuentwickeln.
Dazu Marc Pelz, Sprecher für die Marke FloraSelf: "Die Zusammenarbeit mit "Karls Garten" ermöglicht uns spannende Projekte rund um das Thema urbanes Gärtnern durchzuführen. Wir freuen uns, mit vereintem Wissen unseren Beitrag zur nachhaltigen Begrünung der Stadt zu leisten."

Der thematische Fokus des Vereins KarlsGarten liegt in der Saison 2015 auf alten Pflanzensorten und gesunder Ernährung für Kinder und Jugendliche. Dieser wird in Kooperation mit SPAR, ARCHE NOAH und SIPCAN verfolgt. Gemeinsame Werte und Ziele sollen in der kommenden Saison mit vereintem Know-How angestrebt werden. "Mit unserer Eigenmarke "SPAR wie früher" revitalisieren wir bereits seit 2008 alte, in Vergessenheit geratene Pflanzen- und Samenraritäten. Unser Motto lautet Vielfalt statt Einfalt. Daher haben wir uns im Vorjahr gemeinsam mit langjährigen großen Partnern ganz massiv und mit Erfolg gegen die geplante EU-Saatgutverordnung eingesetzt, die jetzt endlich vom Tisch ist! Der Verein Karls Garten hat sich das Thema Sortenvielfalt 2015 ebenfalls an die Fahnen geheftet. Für uns ein Grund, dieses einmalige Projekt inmitten der Wiener Innenstadt zu unterstützen und unser Know-how einzubringen. Wir freuen uns, mit an Bord zu sein," so Dr. Gerhard Drexel, SPAR-Vorstandsvorsitzender.

Ausblick Gartensaison 2015: Alte Sorten: Anbauen, Forschen, Verwerten

Der Schwerpunkt 2015 liegt auf dem Anbau von raren Obst-, Gemüse-, Kräuter-, Mais- sowie Getreidesorten, die in Vergessenheit geraten sind und im "Karls Garten" wieder kultiviert werden. Auf den bisher positiven Forschungsergebnissen aufbauend, wird die wissenschaftliche Analyse zur Qualität von urban angebautem Gemüse weiter vorangetrieben.

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Verein Karls Garten
Sebastian Zeddel
nachricht@karlsgarten.at; Tel.: +43 680 30 28 142
http://www.karlsgarten.at

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